13.05.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bafin warnt vor riskanten Immobilienkrediten
Die Finanzaufsicht schlägt Alarm wegen zunehmend riskanter Immobilienfinanzierungen. Besonders Kredite oberhalb des Immobilienwerts könnten für Käufer und Banken zum Problem werden.
Die Finanzaufsicht Bafin sieht bei Immobilienkrediten in Deutschland wachsende Risiken für Verbraucher und Banken. Nach Angaben der Behörde lag im vierten Quartal 2025 bei rund jedem siebten Neukredit das Darlehensvolumen über dem Wert der finanzierten Immobilie. Bafin-Präsident Mark Branson bezeichnete dies im europäischen Vergleich als ungewöhnlich hoch und schloss regulatorische Eingriffe nicht aus. Problematisch seien solche Finanzierungen insbesondere bei steigenden Zinsen, Jobverlust oder Krankheit, wenn Kreditnehmer ihre Raten nicht mehr bedienen könnten. Gleichzeitig verweist die Bafin auf die zunehmende Belastung durch höhere Immobilienpreise und Finanzierungskosten. Auch alternative Kreditmodelle außerhalb klassischer Banken beobachtet die Aufsicht kritisch. Die Warnungen könnten die Diskussion über strengere Vergabestandards bei Baufinanzierungen weiter anheizen.
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Wohnkosten treiben Berufstätige aus den Metropolen
Viele Berufstätige schätzen das Leben in deutschen Metropolen, doch die Wohnkosten sorgen zunehmend für Frust. Laut einer aktuellen Umfrage denken viele deshalb über Jobwechsel oder sogar einen Umzug nach.
Die hohen Mieten in deutschen Großstädten werden laut einer PwC-Umfrage zunehmend zum Problem für Arbeitnehmer und Unternehmen. Für die repräsentative Studie wurden 4.000 Berufstätige in zwölf Städten befragt. Zwar fühlen sich 89 Prozent an ihrem Wohnort wohl, gleichzeitig kritisieren jedoch zwei Drittel die hohen Miet- und Kaufpreise sowie das knappe Wohnungsangebot. 87 Prozent halten die Suche nach bezahlbarem Wohnraum inzwischen für Glückssache. Besonders junge Menschen ziehen Konsequenzen: Fast jeder Fünfte der 18- bis 34-Jährigen ist wegen hoher Wohnkosten bereits umgezogen. Acht von zehn Befragten sehen darin auch ein Risiko für Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften. Große Zustimmung erhalten deshalb Forderungen nach mehr öffentlichem Wohnungsbau und der Umwandlung von Büroflächen in Wohnungen.
Energiepreise und Mieten legen weiter zu – Inflation auf Zweijahreshoch
Der Irankrieg hat das Leben in Deutschland stark verteuert. Im April stieg die Inflationsrate fast auf drei Prozent. Noch beschränkt sich der Preisschub auf bestimmte Bereiche, doch das könnte sich ändern.
Die Inflation in Deutschland ist im April laut Statistischem Bundesamt auf 2,9 Prozent gestiegen und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2024. Haupttreiber sind deutlich höhere Energiepreise infolge des Iran-Kriegs. Kraftstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist um 26,2 Prozent, Heizöl sogar um 55,1 Prozent. Auch Dienstleistungen und Nettokaltmieten legten weiter zu. Experten sehen bislang noch keinen flächendeckenden Preisschub, warnen jedoch vor steigenden Produktions- und Transportkosten für Unternehmen. Laut Ifo-Institut planen bereits mehr Firmen Preiserhöhungen, unter anderem im Einzelhandel und in der Gastronomie. Für die Immobilienbranche könnten dauerhaft hohe Energiepreise und steigende Inflation zusätzliche Kostenbelastungen bedeuten.
Eigentümer treiben Wärmewende weiter voran
Immer mehr Eigentümer setzen bei Heizungen auf erneuerbare Energien. Neue Zahlen zeigen, dass Förderprogramme und serielle Sanierungen die Wärmewende im Gebäudebereich weiter beschleunigen.
Laut dem ersten Update zum Dena-Gebäudereport 2026 steigt der Anteil erneuerbarer Heizsysteme im Gebäudebestand deutlich. Bereits 48 Prozent der 2025 verkauften Heizungen waren Wärmepumpen, während Gasheizungen nur noch auf 44 Prozent kamen. Treiber der Entwicklung ist vor allem die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Nach Angaben der Dena entfielen rund 85 Prozent der geförderten Wärmeerzeugermaßnahmen auf Wärmepumpen. Auch serielle Sanierungen gewinnen an Bedeutung: 2025 wurden erneut mehr als 1.000 Förderanträge bewilligt, vor allem für Mehrfamilienhäuser. Gleichzeitig nimmt die kommunale Wärmeplanung Fahrt auf. Die Dena fordert nun eine schnelle Umsetzung des Gebäudemodernisierungsgesetzes sowie stabile Förderbedingungen, um Investitionen im Gebäudesektor weiter anzukurbeln.
Zugewanderte zahlen mehr fürs Wohnen und leben auf weniger Raum
Menschen mit Migrationshintergrund wohnen in Deutschland häufiger zur Miete und verfügen oft über weniger Wohnraum. Laut einem neuen Gutachten verschärfen Einkommen, Diskriminierung und Wohnungsmangel die Unterschiede zusätzlich.
Das Jahresgutachten des Sachverständigenrats für Integration und Migration zeigt deutliche Unterschiede auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Menschen mit Migrationshintergrund leben häufiger zur Miete und geben gemessen am Einkommen mehr für Wohnen aus als Menschen ohne Migrationshintergrund. Auch beim Eigenheim sind Zugewanderte finanziell stärker belastet, da viele noch Immobilienkredite abbezahlen. Gleichzeitig steht ihnen pro Person im Schnitt deutlich weniger Wohnfläche zur Verfügung. Ursache sind häufig größere Haushalte und eine höhere Überbelegungsquote. Der Sachverständigenrat verweist zudem auf sprachliche Hürden, fehlende Netzwerke und Diskriminierung bei der Wohnungssuche. Um Verteilungskonflikte zu entschärfen, empfehlen die Experten mehr Wohnungsbau und gezielte Investitionen in benachteiligte Stadtviertel.
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