02.06.2026
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Erbschaftsteuer vor Reform: Was Immobilieneigentümern droht
Die Debatte um die Erbschaftsteuer nimmt Fahrt auf. Während ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts erwartet wird, liegen bereits Reformideen auf dem Tisch. Für Eigentümer und Nachfolgeplanungen könnten sich daraus weitreichende Folgen ergeben.
Im Mittelpunkt der Diskussion steht ein anhängiges Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht zu den steuerlichen Verschonungsregeln für Betriebsvermögen. Experten sehen darin einen möglichen Auslöser für eine umfassende Reform der Erbschaftsteuer. Das von der SPD vorgelegte Konzept sieht einen lebenslangen Freibetrag von einer Million Euro pro Erwerber vor, während die bisherige Möglichkeit entfiele, Freibeträge alle zehn Jahre erneut zu nutzen. Selbstgenutztes Wohneigentum soll weiterhin steuerfrei vererbt werden können. Nach Einschätzung des Immobilienbewerters Heid könnte die Reform insbesondere Eigentümer treffen, die Immobilienvermögen über viele Jahre schrittweise übertragen wollen. Zusätzliche Bedeutung erhält die Debatte durch gestiegene Immobilienwerte und höhere steuerliche Bewertungen seit 2023.
Banken warnen vor neuen Risiken am Immobilienmarkt
Während viele Marktbeobachter von einer Erholung ausgehen, bleiben Immobilienfinanzierer skeptisch. Vor allem auslaufende Kredite und steigende Finanzierungskosten bereiten den Instituten zunehmend Sorgen.
Laut einer Umfrage von EY-Parthenon unter 58 immobilienfinanzierenden Kreditinstituten sehen viele Banken weiterhin erhebliche Risiken am deutschen Immobilienmarkt. Als größte Herausforderung nennen die Institute die Refinanzierung bestehender Kredite. Ein hoher Anteil der Darlehensbestände muss in den kommenden Jahren neu verhandelt werden, während gestiegene Zinsen und höhere Kosten den Druck auf Kreditnehmer erhöhen. Gleichzeitig ist die Quote notleidender Immobilienkredite laut Studie seit 2022 deutlich gestiegen. Besonders kritisch bewerten die Banken die Lage bei Gewerbeimmobilien sowie im Wohnungsneubau. Die Mehrheit der befragten Institute rechnet damit, dass die Schwächephase des Immobilienmarkts noch mehrere Jahre anhalten wird.
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Für 350.000 Euro gibt es wieder deutlich mehr Wohnfläche
Nach dem Immobilienboom hat sich die Kaufkraft vieler Interessenten wieder verbessert. In zahlreichen Großstädten reicht das gleiche Budget heute für spürbar mehr Wohnfläche als noch vor vier Jahren.
Eine immowelt Analyse der 80 größten deutschen Städte zeigt, dass Käufer für ein Budget von 350.000 Euro vielerorts wieder deutlich mehr Wohnfläche erwerben können als auf dem Preisniveau von 2022. Ursache sind die Preisrückgänge nach dem starken Zinsanstieg, die in vielen Regionen zu sinkenden Kaufpreisen geführt haben. Besonders deutlich fällt der Zugewinn in Stuttgart, Bremen, Chemnitz und Fürth aus. Auch in den großen Metropolen hat sich die leistbare Wohnfläche erhöht, darunter München, Frankfurt und Hamburg. Anders entwickelt sich der Markt in Teilen des Ruhrgebiets, wo die Preise inzwischen wieder über dem Niveau von 2022 liegen. Dort erhalten Käufer für das gleiche Budget teils deutlich weniger Wohnfläche.
Fehlende Zertifizierung macht Verwalterbestellung angreifbar
Für Wohnungseigentümergemeinschaften kann die Wahl des Verwalters rechtliche Folgen haben. Ein aktuelles Urteil zeigt, welche Voraussetzungen Hausverwaltungen erfüllen müssen und warum nicht nur die Geschäftsführung entscheidend ist.
Seit Dezember 2023 entspricht nach dem Wohnungseigentumsgesetz grundsätzlich nur die Bestellung eines zertifizierten Verwalters einer ordnungsgemäßen Verwaltung. Das Amtsgericht Wiesbaden hat nun klargestellt, dass bei Hausverwaltungen in Form einer GmbH nicht allein die Qualifikation der Geschäftsführung zählt. Entscheidend ist vielmehr, ob auch Mitarbeiter zertifiziert sind, die unmittelbar Aufgaben der Wohnungseigentumsverwaltung übernehmen. Dazu gehören unter anderem die Erstellung von Wirtschaftsplänen und Jahresabrechnungen sowie die Kommunikation mit Eigentümern und Verwaltungsbeiräten. Im verhandelten Fall verfügten zwei Mitarbeiterinnen trotz entsprechender Tätigkeiten nicht über die erforderliche Zertifizierung. Die Verwalterin durfte sich deshalb nicht als zertifizierter Verwalter bezeichnen.
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KI und Daten sollen die Leadgenerierung neu definieren
Der Immobilienmarkt verändert sich spürbar und mit ihm die Erwartungen an digitale Plattformen. Im Mittelpunkt stehen neue Technologien, effizientere Prozesse und die Frage, wie Immobilienprofis in einem anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreicher werden können.
Im Interview mit der Real Estate Arena beschreibt immowelt CEO Theo Mseka die aktuellen Herausforderungen der Branche. Neben veränderten Marktbedingungen nennt er insbesondere Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeitsanforderungen und Bürokratie als Treiber des Wandels. Nach seiner Einschätzung gewinnen datenbasierte Analysen, Automatisierung und messbare Ergebnisse für Immobilienunternehmen weiter an Bedeutung. immowelt positioniert sich dabei als Plattform, die über klassische Immobilienanzeigen hinausgeht und digitale Werkzeuge für die Leadgenerierung bereitstellt. Im Fokus stehen Lösungen, mit denen Makler und Projektentwickler potenzielle Käufer und Interessenten gezielter erreichen können. Für die Zukunft der Branche sieht Mseka vor allem die intelligente Vernetzung von Plattformen, Daten und Partnern als entscheidenden Erfolgsfaktor.
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