21.07.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wohnungspreise im Süden steigen vor allem in günstigeren Regionen
Die Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen in Bayern und Baden-Württemberg verlagert sich. Während in teuren Metropolen wie München und Stuttgart kaum noch Bewegung herrscht, verzeichnen günstigere Mittelstädte und ländliche Regionen teils zweistellige Zuwächse.
Laut einer Analyse von immowelt sind Bestandswohnungen in 126 von 140 untersuchten Regionen Bayerns und Baden-Württembergs teurer geworden, verglichen wurden die Angebotspreise zum 1. Juli 2025 und 1. Juli 2026. München bleibt mit 8.078 Euro pro Quadratmeter teuerste Stadt, das Plus fiel dort mit 0,5 Prozent aber gering aus. In Stuttgart sanken die Preise sogar leicht. Deutlich dynamischer entwickelten sich günstigere Städte: Hof verzeichnete mit 10,2 Prozent den stärksten Anstieg, gefolgt von Straubing und Bamberg. Auch ländliche Kreise wie Hof, Kronach und Kulmbach legten kräftig zu. Eine Ausnahme bildet das Alpenvorland, wo auch in bereits teuren Lagen wie Miesbach oder Garmisch-Partenkirchen die Preise weiter stiegen.
Doppelrolle als Verwalter und Makler: Nach BGH-Urteil droht Rückforderung der Provision
Wer Mietwohnungen verwaltet und zeitgleich vermittelt, darf künftig auch vom Vermieter keine Provision mehr verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof vor einigen Wochen klargestellt. Das Urteil stellt viele makelnde Hausverwaltungen vor finanzielle und rechtliche Herausforderungen.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass das gesetzliche Provisionsverbot für Wohnungsverwalter gemäß Paragraph 2 Absatz 2 des Wohnungsvermittlungsgesetzes auch dann greift, wenn der Vermieter die Provision zahlt. Selbst bei ausdrücklicher vertraglicher Vereinbarung besteht bei einer Personalunion von Hausverwaltung und Wohnungsvermittlung kein Provisionsanspruch. Der BGH begründet dies mit dem Schutzzweck des Gesetzes: Einnahmen aus Vermittlungsprovisionen könnten indirekt über höhere Mieten auf Mieter umgelegt werden. Für betroffene Hausverwaltungen entstehen dadurch erhebliche Rückforderungsrisiken für bereits kassierte Provisionen der vergangenen Jahre. Branchenexperten raten Verwaltern daher zur dringenden Überprüfung und Anpassung bestehender Altverträge.
Bestandswohnungen verteuern sich deutlich stärker als Neubauten
Wohnungssuchende greifen zunehmend zu bestehendem Wohnraum, weil Neubau kaum noch bezahlbar ist. Das treibt die Preise für Bestandswohnungen bundesweit deutlich stärker nach oben als bei Neubauten. Regional fallen die Unterschiede dabei besonders stark aus.
Nach Daten des Immobilienpreisindexes von Empirica Regio kosteten Bestandswohnungen im zweiten Quartal 2026 durchschnittlich 3.226 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neubauwohnungen verteuerten sich dagegen nur um 0,8 Prozent auf 5.171 Euro. In 57 Prozent aller Kreise legten die Bestandspreise um mehr als fünf Prozent zu, im ostfriesischen Landkreis Leer sogar besonders deutlich. München bleibt sowohl bei Neubau- als auch bei Bestandspreisen der teuerste Kreis. Auch bei den Mieten zeigt sich die Verschiebung: Bestandsmieten legten um 9,7 Prozent zu, Neubaumieten nur um 3,5 Prozent. Experten sehen den Trend als Folge hoher Neubaupreise, die Käufer und Mieter zunehmend in den Bestandsmarkt drängen.
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Mieten steigen deutlich stärker als die Inflation
Wohnungssuchende spüren die Marktlage besonders deutlich bei den Mieten. Diese legten im zweiten Quartal bundesweit stärker zu als die allgemeine Teuerungsrate. Auffällig ist, dass sich die Entwicklung vor allem außerhalb der größten Metropolen verschärft.
Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) stiegen die Angebotsmieten im zweiten Quartal bundesweit um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Inflationsrate bei rund 2,6 Prozent lag. Zum Vorquartal betrug das Plus 1,3 Prozent. Besonders kräftig fiel der Anstieg in Großstädten außerhalb der Top-7-Metropolen mit 4,9 Prozent aus. Im Umland dieser Städte legten die Mieten um 3,9 Prozent zu, in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf hingegen nur um 2,9 Prozent. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen dagegen nur leicht um jeweils 0,8 Prozent. Das Kaufangebot hat sich seit der Zinswende deutlich erhöht, was die Studienautoren vor allem auf die gesunkene Nachfrage zurückführen.
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