27.07.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Umfrage: Kaufwunsch groß, doch Eigenkapital fehlt vielen Mietern
Für viele Mieter in Deutschland wird das Wohnen zur finanziellen Belastung. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie groß der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist und woran der Kauf in der Praxis meist scheitert.
Miete und Nebenkosten belasten immer mehr Menschen in Deutschland. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Postbank unter 1.109 Mietern. Fast die Hälfte kann sich die eigenen Wohnkosten demnach nur gerade so leisten, rund jeder achte Mieter lebt nach eigener Einschätzung über seine Verhältnisse. Nur noch gut ein Drittel gibt an, sich das Wohnen gut leisten zu können, 2023 waren es noch mehr als 44 Prozent. Etwa 60 Prozent der Mieter wenden mindestens 30 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Wohnkosten auf. Fast jeder zweite Mieter würde lieber Wohneigentum besitzen, größte Hürde ist demnach fehlendes Eigenkapital. Fast jeder Zweite der insgesamt 2.016 Befragten hält ein Erbe für den wahrscheinlichsten Weg zu einer eigenen Immobilie.
Neues Heizungsgesetz: Gasheizung kann Kosten bis 2040 verdoppeln
Das neue Heizungsgesetz erlaubt wieder den unbeschränkten Einbau von Gas- oder Ölheizungen. Eine bislang unveröffentlichte Studie zeigt jedoch, dass diese Entscheidung Eigentümer langfristig teuer zu stehen kommen kann. Eine Wärmepumpe schneidet demnach deutlich günstiger ab.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat errechnet: Für einen durchschnittlichen Haushalt in einer teilsanierten Altbauwohnung könnten die jährlichen Heizkosten bei einer neuen Gas- oder Ölheizung von rund 1.080 Euro im Jahr 2026 auf fast 2.000 Euro im Jahr 2040 steigen. Eine Wärmepumpe würde die Kosten dagegen weitgehend stabil halten und laut Studie jährlich mehrere hundert Euro sparen. Hauptkostentreiber sei der steigende Anteil an Biomethan. Die Kostenverteilung zwischen Vermietern und Mietern ist gesetzlich geregelt, der Vermieteranteil ist dabei gedeckelt.
Städte: Familien ziehen weg, Junge strömen rein
Der Stadtentwicklungsbericht der Bundesregierung zeigt, wie sich deutsche Städte verändern. Vor allem Familien mit Kindern ziehen aus den Großstädten weg, während junge Menschen und Zuwanderer weiterhin dorthin kommen. Bezahlbarer Wohnraum bleibt dabei ein zentrales Thema.
Laut dem Stadtentwicklungsbericht der Bundesregierung lebten Ende 2024 knapp 83,6 Millionen Menschen in Deutschland, rund 120.000 mehr als im Vorjahr. Immer mehr Menschen leben in Städten, 2023 waren es bereits 86,2 Prozent der Bevölkerung in Kommunen mit mehr als 5.000 Einwohnern. Gleichzeitig ziehen seit 2014 mehr Menschen aus den Großstädten weg als dorthin, in den Jahren 2022 und 2023 waren es besonders viele, jeweils rund 130.000 Personen. Vor allem Familien mit Kindern ziehen in kleinere Städte und Gemeinden. Aus dem Ausland kamen 2023 dagegen rund 310.000 Menschen neu nach Deutschland, viele davon in die Großstädte. Auch junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren zieht es weiterhin in die Städte. Der Bericht nennt bezahlbaren Wohnraum und den Schutz vor Hitze und Wetterextremen als wichtige Zukunftsaufgaben.
Bauaufträge steigen im Mai, Wohnungsbau bleibt Sorgenkind
Das deutsche Bauhauptgewerbe hat im Mai mehr Aufträge erhalten als im Vormonat. Der Aufschwung verteilt sich jedoch sehr ungleich auf die einzelnen Sparten. Für den Wohnungsbau gibt es weiterhin wenig Grund zur Entwarnung.
Die Betriebe des deutschen Bauhauptgewerbes haben im Mai mehr Aufträge verbucht, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Bereinigt um Preis-, Saison- und Kalendereffekte stieg das Ordervolumen um 3,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Während der Tiefbau um 8,7 Prozent deutlich zulegte, gingen die Aufträge im Hochbau um 3,1 Prozent zurück. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich von März bis Mai stiegen die Aufträge insgesamt um 2,6 Prozent, wobei sich das Verhältnis umkehrte und der Hochbau stärker zulegte als der Tiefbau. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe sieht noch keinen spürbaren Effekt des Infrastruktur-Sondervermögens. Der Hauptverband der Bauindustrie bezeichnet den Wohnungsbau weiterhin als Sorgenkind der Branche, da hohe Baukosten und Zinsen viele Bauherren zögern lassen.
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