29.07.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wo Wohneigentum in Deutschland noch bezahlbar ist
Ein neuer Erschwinglichkeitsindex von IW und Interhyp für alle 400 deutschen Städte und Regionen zeigt: In den sieben größten Metropolen bleibt ein Eigenheim quasi unerschwinglich, auf dem Land sieht es deutlich besser aus.
Der bundesweite Index liegt mit 103 Punkten nahezu auf Vorjahresniveau; ab 100 gilt ein Hauskauf als erschwinglich. Am teuersten ist München, wo Käufer 56 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Zins und Tilgung aufwenden müssen, gefolgt von Düsseldorf, Frankfurt und Köln. Besonders erschwinglich sind dagegen Regionen wie Steinburg, Dithmarschen oder Rhön-Grabfeld sowie Großstädte wie Lübeck, Kiel und Saarbrücken. Auch die Schwäche der Autoindustrie zeigt Wirkung: In Standorten wie Wolfsburg oder Ingolstadt lassen sich Häuser wieder leichter finanzieren.
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Immobilienbanken pochen auf Entlastung bei Basel III
Neue EU-Regeln zwingen Banken, mehr eigenes Geld als Sicherheit zurückzulegen. Immobilienfinanzierer sagen: Das schränkt sie zu stark ein, und fordern von der EU Erleichterungen.
Seit 2025 gelten in der EU strengere Regeln dafür, wie viel eigenes Geld Banken als Sicherheit für ihre Kredite zurücklegen müssen (bekannt als Basel III). Ab 2030 sollen diese Regeln in voller Schärfe greifen. Die EU-Kommission hat jedoch bereits angekündigt, die Regulierung zu vereinfachen, um Europa wettbewerbsfähiger zu machen. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken findet es gut, dass die EU-Kommission das Problem erkennt, vermisst aber klare Lösungen. Besonders betroffen sind Kredite für Neubau und Sanierung: Sie werden bislang fast so behandelt, als wären sie bereits geplatzt, was solche Finanzierungen unnötig teuer macht. Der Verband fordert, diese strengen Vorgaben dauerhaft abzumildern.
Millionen-Veruntreuung: Hausverwalter legt Geständnis ab
Vor dem Frankfurter Landgericht hat ein Hausverwalter aus dem Hochtaunuskreis zugegeben, über Jahre Gelder von Eigentümergemeinschaften auf sein Privatkonto umgeleitet zu haben.
Der 46-Jährige betreute mehr als 50 Wohnungseigentümergemeinschaften und einzelne Grundstückseigentümer. Mit erfundenen Rechnungsnummern soll er in rund 400 Fällen zwischen Februar 2021 und Januar 2026 Geld auf sein eigenes Konto überwiesen haben. Die Staatsanwaltschaft geht von gewerbsmäßiger Untreue aus. Kunden, die misstrauisch wurden, vertröstete er, und Kontoauszüge sollen manipuliert worden sein. Der Mann sitzt seit seiner Festnahme im März 2026 in Untersuchungshaft, ein Urteil wird für Freitag erwartet.
Büros setzen zunehmend auf Begegnungsflächen statt Einzelplätze
Eine neue Studie zeigt: Firmen bauen feste Einzelplätze ab und schaffen stattdessen mehr Raum zum Treffen und Austauschen, auch weil Künstliche Intelligenz die Arbeit verändert.
Laut einer aktuellen Studie des Immobilienberaters CBRE richten Unternehmen ihre Büros immer mehr auf Begegnung und Zusammenarbeit aus. Seit 2021 gibt es 120 Prozent mehr Flächen für gemeinsame Pausen und Austausch, während klassische Einzelarbeitsplätze deutlich zurückgehen. Auch feste Schreibtische werden seltener, viele Mitarbeitende teilen sich stattdessen ihren Arbeitsplatz. Ein Grund dafür ist Künstliche Intelligenz: Sie übernimmt zunehmend Routineaufgaben, wodurch persönlicher Austausch und Kreativität im Büro wichtiger werden. Wer viel mit KI arbeitet, verbringt laut der Studie sogar mehr Zeit im Büro als früher.
Leipziger Pilotprojekt macht Plattenbau-Wohnungen flexibel
Ein Pilotprojekt in Leipzig-Grünau zeigt, wie sich Wohnungen in DDR-Plattenbauten der Serie WBS-70 flexibel an neue Lebenssituationen anpassen lassen, ganz ohne Umzug.
Beim sogenannten Nucleus-Konzept der RWTH Aachen mietet man eine Basiswohnung und kann bei Bedarf zusätzliche Schalträume auf derselben Etage dazu- oder wieder abmieten, etwa bei Familienzuwachs, Trennung oder wenn Angehörige vorübergehend unterkommen müssen. Die Leipziger Wohnungsgenossenschaft Lipsia stellte dafür eine leerstehende Platte zur Verfügung. Das Projekt soll verhindern, dass große Wohnungen ungenutzt bleiben, wenn etwa Kinder ausziehen oder ein Partner stirbt. Offene Fragen wie die Flurnutzung und die Nebenkostenabrechnung werden derzeit in der Praxis getestet. Da die WBS-70-Bauweise in weiten Teilen Ostdeutschlands verbreitet ist, gilt das Konzept als grundsätzlich auf andere Städte übertragbar.
Dynamische Stromtarife geraten ins Minus
Extreme Preisschwankungen an der Strombörse sorgen für ein ungewöhnliches Bild: Wer einen Festpreistarif hat, spart derzeit deutlich mehr als Nutzer dynamischer Tarife.
Eine Analyse von Verivox zeigt: Haushalte mit Festpreisvertrag zahlten im ersten Halbjahr 2026 bis zu 123 Euro weniger als Nutzer dynamischer Tarife – selbst wenn diese ihren Verbrauch gezielt in günstige Stunden verlegten. Nur Haushalte mit Elektroauto schnitten mit dynamischem Tarif besser ab. Hintergrund sind extreme Preisausschläge an der Strombörse: Am 24. Juni etwa lag der Preis mittags bei rund 25 Euro je Megawattstunde, abends bei rund 747 Euro. Laut Fraunhofer-Institut ISE kommen dabei mehrere Faktoren zusammen, die künftig häufiger auftreten dürften: eine Hitzewelle mit deutlich höherem Stromverbrauch, fehlende Speicherkapazitäten für überschüssigen Solarstrom sowie sommerliche Revisionen bei Kohlekraftwerken, die die verfügbare Leistung spürbar reduzieren. Als mögliche Lösungen gelten der Ausbau von Batteriespeichern und eine bessere Planung der Kraftwerksrevisionen.
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