12.08.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Blasenrisiko am Wohnungsmarkt sinkt leicht
Der Immobilienmarkt bewegt sich zwischen Entspannung und Anspannung. Ein aktueller Index liefert neue Zahlen zur Gefahr einer Preisblase und zeigt, in welchen Städten das Risiko besonders hoch bleibt.
Der Empirica-Blasenindex für das zweite Quartal 2026 zeigt einen leichten Rückgang um einen Punkt. Grund ist, dass die Mieten aktuell stärker steigen als die Kaufpreise, wodurch sich die Preiskluft verringert. Ein hohes Risiko besteht weiterhin in Hamburg und Bremen, ein eher hohes in Berlin, München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Leipzig und Dresden. Essen und Köln gelten als mäßig gefährdet, Dortmund als gering. Empirica-Vorstand Reiner Braun spricht von einem rasenden Stillstand. Der Marktdruck wachse zwar, ein Preissturz bleibe aber aus, solange das Angebot durch die schwache Bautätigkeit knapp bleibe. Steigen die Zinsen weiter oder wächst die Unsicherheit bei Arbeitsplätzen und Sanierungspflichten, könnte sich das fragile Gleichgewicht verschieben.
Lässt die Babyboomer-Welle die Immobilienpreise wirklich sinken?
Millionen Immobilien sollen laut einer vielzitierten These bald auf den Markt kommen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge verkaufen oder sterben. Eine Immobilienexpertin ordnet ein, wie realistisch dieses Szenario tatsächlich ist.
Die Immobilienmaklerin Ute Anthuber hält das Szenario für zu simpel. Eine alternde Bevölkerung führe nicht automatisch zu mehr Verkaufsangeboten, da viele Eigentümer möglichst lange im Eigenheim bleiben, die Immobilie früh innerhalb der Familie übertragen, vermieten oder vererben. Besonders gefährdet seien strukturschwache ländliche Regionen sowie Autostädte wie Ingolstadt und Teile der östlichen Bundesländer, während Dresden, Leipzig und Magdeburg stabil blieben. Preisnachlässe erwartet die Expertin vor allem bei unsanierten Häusern, großen Einfamilienhäusern aus den 60er und 70er Jahren sowie kleinen Mehrfamilienhäusern. Eigentumswohnungen und Lagen mit Beamten, Zukunftsindustrien, Unikliniken oder touristischer Attraktivität sollen dagegen preisstabil bleiben. Die Zinsen für Immobilienkredite liegen laut Anthuber aktuell bei etwa vier Prozent.
Investoren entdecken studentisches Wohnen neu
Der Markt für Studierendenwohnungen in Deutschland wächst spürbar. Immer mehr institutionelle Investoren interessieren sich dafür und stecken deutlich mehr Geld hinein als in den vergangenen Jahren.
Laut einer Studie des Immobilienberaters JLL wurden im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland Studentenwohnungen im Wert von rund 200 Millionen Euro gekauft und verkauft. Weitere Geschäfte über etwa 400 Millionen Euro sowie größere Immobilienpakete im Wert von rund zwei Milliarden Euro befinden sich gerade in Verhandlung. Haupttreiber der Nachfrage sind internationale Studierende, die mittlerweile 30 Prozent aller Studienanfänger ausmachen. Die durchschnittliche Monatsmiete in den sieben Metropolen liegt bei 988 Euro, die Rendite für hochwertige Objekte liegt stabil zwischen 4,1 und 4,4 Prozent. Früher kauften Investoren meist einzelne neu gebaute Häuser. Inzwischen greifen sie öfter zu größeren, bereits bestehenden Immobilienpaketen. Neben Berlin, München und Hamburg gelten auch Köln sowie kleinere Städte wie Münster, Mainz oder Darmstadt als attraktive Standorte für solche Investitionen.
Gaspreise drohen im Winter deutlich zu steigen
Die deutschen Gasspeicher sind ungewöhnlich schwach gefüllt. Geopolitische Spannungen verschärfen den Wettbewerb um Flüssigerdgas zusätzlich. Welche Preise im kommenden Winter drohen könnten, zeigen aktuelle Berechnungen von Energieanalysten.
Die deutschen Gasspeicher sind Anfang August nur zu rund 47 Prozent gefüllt, der niedrigste Stand für diese Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011. Auch europaweit liegt die Füllstandsquote mit knapp 58 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert. Grund ist unter anderem der Ausfall katarischer LNG-Lieferungen durch die Störungen in der Straße von Hormus, wodurch Europa verstärkt mit Asien um Flüssigerdgas konkurriert. Laut dem Analysehaus Energy Aspects könnten die Preise bei einer Normalisierung der Lieferungen zwischen 60 und 80 Euro je Megawattstunde liegen. Bleiben die Lieferungen aus und fällt der Winter kalt aus, seien bis zu 110 Euro möglich, in einem Stressszenario mit zusätzlichem Sicherheitspuffer sogar bis zu 210 Euro.
Aktuelle Beiträge
e-learningMandate regelmäßig gewinnen – Akquise, Verhandlung und Abschluss


