20.08.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Hohe Anleiherenditen verteuern Immobilienkredite
Die Renditen langlaufender Bundesanleihen sind auf bis zu 3,2 Prozent gestiegen. Während Anleger wieder von laufenden Erträgen profitieren, verteuert die Zinsentwicklung die Refinanzierung für den Staat sowie die Kredite für private Hauskäufer erheblich.
Der Anstieg zehnjähriger Bundesanleihen auf rund 3,2 Prozent sowie 30-jähriger Papiere auf 3,7 Prozent untermauert das Ende der jahrelangen Niedrigzinsphase und begräbt Hoffnungen, dass Immobilienkäufer in absehbarer Zeit wieder günstiger finanzieren können. Ursachen für die höheren Renditen sind die geldpolitische Wende der Zentralbanken, das Ende großer Wertpapierkäufe sowie geopolitische Spannungen und Rohstoffpreissteigerungen durch den Iran-Krieg. Während Anleihen für Investoren eine attraktivere Alternative zu Aktien darstellen, verteuern sich staatliche Schulden und Immobilienfinanzierungen. Der Baugeldindex der Finanzberatung FMH weist für zehnjährige Kredite derzeit einen durchschnittlichen Bauzins von 4,1 Prozent aus. Dies erhöht den Druck auf den Wohnungsbau sowohl für gewerbliche Bauherren als auch private Häuslebauer.
ANZEIGE

Gewerbeflächen mieten – ohne Kapital zu binden
EuroKaution – Ihr zuverlässiger Partner in Sachen Mietkautionsversicherung! Behalten Sie Ihr Betriebskapital für Wachstum & Investitionen statt es als Kaution zu binden. Schnell online beantragt, Jahresbeitrag steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar.
Gesetzesänderung soll Mietern Einbau von Klimaanlagen erlauben
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) schlägt Änderungen im Mietrecht vor, um den Hitzeschutz in Wohnungen auch für Mieter rechtlich zu erleichtern. Es sollen klare und praktikable Regelungen geschaffen werden, um auch in Mietswohnungen die Installation von Klimaanlagen und Sonnenblenden zu erlauben.
Bisher stellen solch bauliche Veränderungen für die Installation von Klimageräten oder Sonnenschutzanlagen rechtliche und administrative Hürden für Mieter dar. Die Ministerin strebt daher eindeutige Vorgaben an, die Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter schaffen. Ergänzend befürwortet Hubig eine Verankerung der Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz, um den Bund stärker an der Finanzierung kommunaler und landesweiter Hitzeschutzmaßnahmen zu beteiligen. Für die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit ist die Koalition auf Stimmen der Opposition angewiesen.
BGH stärkt Auskunftsrecht bei Mietpreisbremse
Mieter haben das Recht, vom Vermieter Auskunft über Tatsachen wie Vormiete oder Modernisierungen im Rahmen der Mietpreisbremse zu verlangen. Dies gilt nach einem BGH-Urteil selbst dann, wenn der Vermieter vorvertragliche Informationspflichten versäumt hat.
Die Richter am Bundesgerichtshof stärken damit die Rechte von Mietern gegenüber Vermietern. Im verhandelten Fall aus Berlin verlangte ein vom Mieter beauftragtes Inkasso-Unternehmen Einsicht in Vormiete und Modernisierungskosten. Der BGH entschied, dass ein schutzwürdiges Interesse des Mieters besteht, da der Vermieter die Auskunft nachholen kann und sich nach Ablauf von zwei Jahren auf eine höhere Miete stützen darf. Der Mieter muss selbst abwägen, ob er die Auskunft verlangt, da dies die Zweijahresfrist erst in Gang setzt.
Leere Gasspeicher bedrohen Winterversorgung
Niedrige Importmengen und hohe Marktpreise erschweren die Befüllung der europäischen Gasspeicher. Experten warnen vor Versorgungsrisiken im kommenden Winter sowie vor einer verbleibenden hohen Preisvolatilität.
Laut einer Analyse des Energiedaten-Anbieters Montel verfehlt Europa voraussichtlich die politischen Füllstandsziele für die nationalen Gasspeicher. Um das Ziel von 80 Prozent bis November zu erreichen, wären monatlich 142 Flüssigerdgas-Schiffsladungen nötig; in den vergangenen Monaten trafen jedoch im Schnitt nur 105 ein. Der anhaltende Irankrieg hält die Sommerpreise hoch, wodurch die Einspeicherung für private Händler wirtschaftlich unattraktiv wird. Gleichzeitig zieht Asien aufgrund höherer Zahlungsbereitschaft vermehrt LNG-Mengen ab. Die Bundesnetzagentur sowie Branchenvertreter warnen vor fehlenden Systemreserven. Bei ausbleibenden Gegenmaßnahmen drohen leere Speicher zum Ende des Winters, Preisausschläge und eine vergrößerte Abhängigkeit von US-Importen.
Weiterlesen auf Handelsblatt.com
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
Digitalisierungsrückstand am Bau
Deutschlands Baubranche droht bei der Digitalisierung weiter zurückzufallen. Laut einer aktuellen Studie nutzen bisher nur vier Prozent der Baubetriebe künstliche Intelligenz und auch die digitale Planung von Bauprozessen, das sogenannte BIM, ist längst kein Standard.
Während branchenübergreifend 41 Prozent der Unternehmen künstliche Intelligenz nutzen, liegt der Anteil in Baubetrieben bei lediglich vier Prozent. Auch Building Information Modeling (BIM) wird erst von 18 Prozent der Baufirmen durchgängig angewendet, obwohl die Methode durchschnittliche Fehlerkosten von 22,4 auf 9,6 Prozent senken kann. Angesichts von Fachkräftemangel, steigenden Kosten und der schrittweisen Verpflichtung zu BIM bei öffentlichen Bauaufträgen wächst der Druck auf Bauunternehmen und Handwerksbetriebe. Als Hauptursachen für die verhaltene Nutzung nennen die Betriebe vor allem Bedenken bei Datenschutz und IT-Sicherheit sowie hohe Investitionskosten.
Aktuelle Beiträge
e-learningMandate regelmäßig gewinnen – Akquise, Verhandlung und Abschluss


