01.09.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Berliner Mietenkataster kommt: Vermietern drohen bis zu 100.000 Euro Bußgeld
Berlin will sämtliche Wohnungen und Mietdaten in einer zentralen Datenbank erfassen. Für Vermieter bringt das neue Meldepflichten und bei Verstößen hohe Bußgelder.
Der Berliner Senat will das beschlossene Mietenkataster ab 2027 aufbauen. Vollständig nutzbar dürfte es frühestens 2028 sein. Erfasst werden sollen alle rund zwei Millionen Wohnungen in der Hauptstadt. Bei Mietwohnungen sollen unter anderem Kalt und Warmmiete, Nebenkosten sowie der Energieverbrauch gespeichert werden. Ziel ist es, überhöhte Mieten und Mietwucher leichter aufzudecken. Für Vermieter können Verstöße teuer werden. Einmalig sind Bußgelder von bis zu 10.000 Euro vorgesehen, bei wiederholten Verstößen bis zu 100.000 Euro. Die Senatsverwaltung rechnet für den Aufbau mit Kosten im einstelligen Millionenbereich. Zugleich gilt es als wahrscheinlich, dass das Gesetz vor Gericht angegriffen wird.
Bauleitplanung wird digital: Bundesrat fordert mehr KI-Einsatz
Bauleitplanverfahren sollen künftig vollständig digital ablaufen und schneller werden. Gleichzeitig wird darüber gestritten, wie weit Künstliche Intelligenz bei der Erstellung von Planungsunterlagen eingesetzt werden darf.
Der Regierungsentwurf zur BauGB-Novelle sieht vor, Bauleitplanverfahren vollständig zu digitalisieren und die technischen Abläufe bundesweit zu vereinheitlichen. Auch Beteiligungsverfahren in der Raumordnung sollen künftig digital erfolgen. Der Bundesrat fordert darüber hinaus, KI nicht nur in einzelnen Verfahrensschritten, sondern auch unterstützend bei Begründungen und Umweltberichten einsetzen zu können. Die Bundesregierung hält eine weitergehende Regelung bislang nicht für notwendig. Zudem sollen Klimaanpassung, Starkregenvorsorge, Hitzebelastung und wassersensible Stadtentwicklung stärker in der Bauleitplanung berücksichtigt werden. Ziel der Reform ist es, Planungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Gas so teuer wie seit drei Jahren nicht: Speicher nur halb voll
Die europäischen Gaspreise sind auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Gleichzeitig sind Deutschlands Speicher deutlich schwächer gefüllt als vor dem Ukraine-Krieg. Für den Winter bleibt die Preisentwicklung damit unsicher.
Die Gaspreise in Europa sind zuletzt auf knapp 70 Euro je Megawattstunde gestiegen. Zu Jahresbeginn lagen sie noch unter 30 Euro. Gleichzeitig sind die deutschen Gasspeicher nur etwa zur Hälfte gefüllt. Ein Gasmangel wird derzeit trotzdem nicht erwartet, weil Deutschland inzwischen mehr Gas über andere Lieferwege importieren kann. Unsicher bleibt aber, wie sich die Preise im Winter entwickeln. Bei einem kalten Winter oder Problemen mit wichtigen Lieferwegen könnte Gas noch teurer werden. Preisspitzen wie während der Energiekrise 2022 gelten unter normalen Umständen jedoch als unwahrscheinlich.
Neue Fassade soll Gebäude vor Starkregen schützen
Starkregen wird für Städte und Immobilien zum wachsenden Risiko. Ein neues Fassadensystem soll große Wassermengen aufnehmen, Überschwemmungen vorbeugen und zugleich Gebäude sowie ihr Umfeld kühlen.
Das Fraunhofer-Institut hat ein Fassadensystem entwickelt, das Regenwasser zwischenspeichert. Dafür werden mit mineralischem Gestein gefüllte Kassetten an der Gebäudehülle angebracht und mit Niederschlag vom Dach gespeist. Berechnungen für ein sechsstöckiges Gebäude zeigen, dass so bis zu 10.000 Liter Wasser aufgenommen werden könnten. Das gespeicherte Wasser verdunstet anschließend und kann dadurch das Gebäude sowie das Mikroklima in der Umgebung kühlen. Das System soll sich auch im Bestand nachrüsten und mit Fassadenbegrünung kombinieren lassen. Serienreif ist die Lösung allerdings noch nicht. Fragen zu Statik, Baurecht, Wartung und Kosten sind bislang offen.
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