09.09.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Droht Projektentwicklern die nächste Pleitewelle?
Nach den jüngsten Insolvenzen wächst die Nervosität unter Projektentwicklern. Die Branche fragt sich, ob Finanzierer nach mehreren Refinanzierungsrunden härter durchgreifen und eine neue Insolvenzwelle droht.
Nach den Insolvenzen von Pandion und Peters Development wächst die Sorge vor einer neuen Pleitewelle unter Projektentwicklern. Pandion meldete Mitte August zunächst erste Gesellschaften in Eigenverwaltung insolvent, danach folgten zahlreiche Tochterunternehmen. Peters Development geriet ebenfalls im August in die Insolvenz. Das Handelsblatt ordnet die Fälle als Signal dafür ein, dass nun wieder größere Entwickler unter Druck stehen. Im Zentrum steht die Frage, ob Finanzierer nach wiederholten Refinanzierungen häufiger Konsequenzen ziehen oder ob die aktuellen Fälle vor allem unternehmensspezifische Ursachen haben. Für laufende Neubauprojekte rücken damit Finanzierungsstrukturen und die Stabilität der Projektgesellschaften stärker in den Fokus. Experten mahnen zur Vorsicht.
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Fertighäuser wachsen schneller als der Neubau
Fertighäuser bauen ihren Anteil an den Genehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser aus. Besonders stark ist die Bauweise im Südwesten, zugleich wächst sie schneller als der Eigenheimmarkt insgesamt.
Im ersten Halbjahr wurden 27.838 neue Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 7.432 in Fertigbauweise. Der Marktanteil stieg damit von 26,2 auf 26,7 Prozent. Die Zahl der genehmigten Fertighäuser legte laut Daten des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,9 Prozent zu, während die Genehmigungen insgesamt um 14,5 Prozent stiegen. Besonders hoch ist der Fertigbauanteil in Baden-Württemberg mit 44,7 Prozent, gefolgt von Hessen mit 33 Prozent und Rheinland-Pfalz mit knapp 28 Prozent. Bayern führt mit 2.020 genehmigten Fertighäusern bei den absoluten Zahlen. Auch in Metropolen gewinnt die serielle Bauweise an Bedeutung.
Fast jeder zweite Baukredit läuft über Vergleichsplattformen
Baufinanzierungsplattformen gewinnen stark an Bedeutung und bündeln Hunderte Kreditangebote. Für Käufer steigt die Markttransparenz, doch günstigere Konditionen sind nicht garantiert und ein Vergleich mit der Hausbank bleibt wichtig.
Im zweiten Quartal 2026 lief nahezu die Hälfte des Neugeschäfts in der Baufinanzierung über Vermittler, mit einem Volumen von rund 29 Milliarden Euro. Plattformen wie Dr. Klein, Hypoport, Interhyp und Baufi24 dienen als Bindeglied zwischen Kreditnehmern und Banken. Die Vermittler vergleichen zahlreiche Angebote und können durch digitale Prozesse schneller Finanzierungszusagen ermöglichen. Der eigentliche Kreditvertrag wird jedoch direkt mit der Bank geschlossen. Für Verbraucher entsteht mehr Markttransparenz, dennoch ist das günstigste Angebot nicht garantiert. Provisionen können nach Einschätzung eines Verbraucherschützers über den Zinssatz refinanziert werden. Empfohlen werden deshalb mindestens zwei Vermittlerangebote sowie ein Vergleich mit der Hausbank.
59.000 Fachkräfte fehlen für Neubau und Sanierung
Deutschland braucht mehr Wohnungen, doch qualifizierte Arbeitskräfte werden knapper. Bis 2029 könnten in fünf bau- und immobiliennahen Berufsgruppen rund 59.000 Fachkräfte fehlen und damit Neubau sowie Sanierungen zusätzlich erschweren.
Besonders groß wäre die Lücke in der Bauelektrik mit 17.438 Personen, in der Bauplanung mit 15.122 sowie in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 11.940. Hinzu kommen Metallbau und Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Laut einer Arbeitsmarktfortschreibung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) könnte die gesamte Fachkräftelücke in Deutschland bis 2029 auf 723.000 Personen steigen, 47 Prozent mehr als 2024. Gleichzeitig fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen. Damit drohen fehlende Kapazitäten Neubau und Sanierungen zusätzlich zu bremsen. Als Gegenmittel gelten mehr Ausbildung und die gezielte Anwerbung aus Drittstaaten.



