10.09.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bauzinsen erreichen mit 3,87 Prozent ein neues Jahreshoch
Die Finanzierung von Wohneigentum ist zuletzt teurer geworden. Nach dem aktuellen Anstieg erwarten Marktbeobachter für die kommenden Wochen jedoch keine neue Zinsrally, sondern eher Werte um 3,8 Prozent.
Der repräsentative Zins für eine zehnjährige Baufinanzierung ist Anfang September auf 3,87 Prozent gestiegen und hat damit ein neues Jahreshoch erreicht. Grundlage sind aktuelle Daten von Dr. Klein mit Stand vom 8. September. Als Treiber gelten höhere Renditen zehnjähriger Bundesanleihen, die sich zeitversetzt auf Bauzinsen übertragen. Für die anstehende EZB-Sitzung wird zwar eine Leitzinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte erwartet, sie gilt an den Märkten jedoch bereits als eingepreist. Deshalb rechnen Experten kurzfristig nicht mit größeren Ausschlägen. Für zehnjährige Finanzierungen bei 80 Prozent Beleihung hält er in den kommenden Wochen Bauzinsen um 3,8 Prozent für realistisch.
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Neue Gasheizungen kommen Vermieter teuer zu stehen
Neue Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt, doch die Kostenverteilung verschiebt sich deutlich. Für Vermieter wird die Nutzung fossiler Brenner zusehends teurer, da ihr Anteil an den Kosten ab 2028 sukzessive steigt.
Ab 2028 müssen Vermieter bei neu eingebauten Gasheizungen die Hälfte der Gasnetzentgelte und der CO₂-Kosten übernehmen. Ein Jahr später kommt die Hälfte der Kosten für den vorgeschriebenen Bioanteil hinzu. Eine Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft beziffert den Vermieteranteil 2035 in einer Beispielrechnung bei einer teilsanierten 75-Quadratmeter-Altbauwohnung auf 544 Euro im Jahr. Bei einer unsanierten Altbauwohnung sind es 979 Euro. Für Selbstnutzer könnten die Heizkosten 2035 rund 40 Prozent über dem Niveau von 2028 liegen. In gemischt genutzten WEGs können die unterschiedlichen Belastungen zudem die Heizungsentscheidung erschweren.
Deutschland verfehlt die Gasspeicherziele
Mehrere deutsche Gasspeicher werden die gesetzlichen Füllstände vor dem Winter nicht erreichen. Gleichzeitig sind die Einfuhrpreise gestiegen, während die Bundesregierung die Belastung privater Haushalte noch nicht beziffern kann.
Mehrere deutsche Gasspeicher werden die vorgeschriebenen Füllstände zum 1. November nicht erreichen. Nach Berechnungen des Speicherverbands INES sind selbst unter günstigen Annahmen insgesamt höchstens 77 Prozent möglich. Ende August lagen 126,8 Terawattstunden Gas in den Speichern, 17,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig haben höhere Einfuhrpreise die deutschen Gasimporte im ersten Halbjahr 2026 nach Regierungsberechnungen um rund 400 Millionen Euro verteuert. Wie stark sich die höheren Kosten auf private Haushalte auswirken, ist noch offen und hängt unter anderem von Verträgen und Beschaffung der Versorger ab. Eine Gasmangellage erwartet die Bundesregierung derzeit nicht.
Solaranlage im Gartenzaun liefert bis zu 18,8 Kilowatt
Ein österreichischer Anbieter macht Gartenzäune zur Photovoltaikfläche. Das modulare System soll sich auf bis zu 100 Meter erweitern lassen und vor allem morgens und abends zusätzliche Solarerträge liefern.
Das österreichische Unternehmen gibt für sein System eine maximale Gesamtlänge von 100 Metern und bis zu 18,8 Kilowatt Leistung an. Die Module sind bifazial, können also beidseitig Sonnenergie aufnehmen, und sollen durch ihre senkrechte Ausrichtung vor allem morgens und abends zusätzliche Erträge liefern. Der Strom kann nach Herstellerangaben dreiphasig ins Hausnetz eingespeist werden, optional ist auch ein Speicher vorgesehen. Bestehende Vorgängersysteme sollen sich über einen Wechselrichtertausch umrüsten lassen. Für ein zwei Meter langes Modul werden rund 515 Euro genannt. Ob sich die Anlage rechnet, hängt von Strompreis, Ausrichtung und Standortbedingungen ab.



