16.09.2026
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Neue Regeln für Energieausweise: Das ändert sich für Makler ab 2027
Ab 2027 gelten neue Regeln für Energieausweise, die auch Makler direkt betreffen. Die Ausweise werden digitaler und enthalten deutlich mehr Angaben zu Energieverbrauch, Emissionen und Modernisierungsmöglichkeiten. Auch bei Inseraten, Besichtigungen und Vertragsverlängerungen müssen neue Vorgaben beachtet werden.
Energieausweise werden künftig grundsätzlich digital und maschinenlesbar ausgestellt, eine Papierfassung gibt es nur noch auf Wunsch. Neu hinzu kommen unter anderem Angaben zu erneuerbaren Energien, Treibhausgasemissionen und möglichen Energieeinsparungen durch Modernisierungen. Für Nichtwohngebäude wird erstmals eine Energieeffizienzskala von A bis G eingeführt, während bei Wohngebäuden zunächst die bisherige Skala von A+ bis H bleibt. Die Pflicht zum Energieausweis gilt künftig auch bei der Verlängerung von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie grundsätzlich für Baudenkmäler. Immobilien dürfen weiterhin inseriert werden, wenn der Energieausweis noch nicht vorliegt; ist er bereits vorhanden, müssen die vorgeschriebenen Energiedaten in der Anzeige stehen. Bei Verstößen drohen weiterhin Abmahnungen und Bußgelder von bis zu 10.000 Euro, für die je nach Fall auch Makler verantwortlich sein können.
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Gesetz zum Gebäudetyp E hängt fest
Der Gebäudetyp E soll Bauen schneller und günstiger machen, doch der Gesetzentwurf kommt nicht voran. Mehr als zwei Monate nach der Ankündigung steckt er noch immer in der Abstimmung innerhalb der Bundesregierung.
Mit dem Gebäudetyp E sollen Bauherren einfacher von teuren Komfort- und Ausstattungsstandards abweichen können, ohne rechtliche Risiken einzugehen. Entscheidend ist, dass ein Gebäude die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und sicher ist. Der Gesetzentwurf ist laut Bundesregierung fertig, befindet sich aber weiterhin in der internen Abstimmung zwischen den Ministerien. Bauministerin Verena Hubertz dämpft deshalb die Hoffnung auf eine schnelle Verabschiedung. Vertreter aus Politik und Immobilienwirtschaft kritisieren die Verzögerung und fordern mehr Tempo. Branchenverbände schätzen, dass sich die Baukosten mit dem Gebäudetyp E um bis zu 25 Prozent senken könnten.
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Eigentumsquote fällt auf tiefsten Stand seit 20 Jahren
Immer weniger Haushalte in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Die Wohneigentumsquote ist laut Pestel-Institut auf 43,5 Prozent gefallen und damit so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Besonders für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen wird der Immobilienkauf zunehmend schwierig.
Deutschland liegt bei der Wohneigentumsquote damit weiterhin am unteren Ende im europäischen Vergleich. Hohe Finanzierungskosten und die geringe Förderung erschweren nach Einschätzung der Studienautoren selbst Doppelverdienern mit Durchschnittseinkommen den Kauf. Das Pestel-Institut fordert deshalb einen stärkeren politischen Fokus auf selbst genutztes Wohneigentum. Vorgeschlagen wird ein bundesweiter Wohneigentumsplan mit festen Zielmarken für die kommenden Jahre. Pro Jahr sollen mindestens 200.000 Haushalte erstmals Wohneigentum erwerben können, im Neubau oder im Bestand. Langfristig soll die Eigentumsquote dadurch Schritt für Schritt in Richtung 50 Prozent steigen.
Energiepreise sind größtes Inflationsrisiko
Steigende Preise für Öl und Gas könnten die Inflation in Deutschland und Europa deutlich anheizen. Laut einer Studie sind fossile Energieträger damit eines der größten Risiken für die Preisstabilität.
Steigen die Preise für Öl und Gas um jeweils 10 Prozent, könnte die Inflation in Deutschland laut der Studie um bis zu 0,22 Prozentpunkte zulegen. Bei einem Preissprung von 50 Prozent wären europaweit im Folgejahr bis zu 1,8 Prozentpunkte zusätzliche Inflation möglich. Die Forscher der Brüsseler Denkfabrik New Economics Foundation verweisen darauf, dass starke Ausschläge bei fossilen Energiepreisen bereits in der Vergangenheit mehrere Inflationsphasen ausgelöst haben. Gleichzeitig erschwert das hohe Zinsniveau nach Ansicht der Autoren Investitionen in neue Wind- und Solaranlagen. Sie schlagen deshalb vor, für grüne Investitionen günstigere Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen. So könnte Europa unabhängiger von schwankenden Öl- und Gaspreisen werden und das Inflationsrisiko langfristig senken.



