21.09.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Trotz Linken-Wahlsieg: Mehrheit der Berliner lehnt Enteignung großer Wohnungskonzerne ab
Die geplante Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne stößt nach der Berliner Wahl auf deutlich weniger Zustimmung als beim Volksentscheid 2021. In möglichen Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD dürfte das Thema eine zentrale Rolle spielen.
Laut einer Nachwahlumfrage von Infratest Dimap für die ARD sprechen sich 37 Prozent der Berliner für die Enteignung großer privater Wohnungsunternehmen gegen Entschädigung aus, 51 Prozent sind dagegen. Beim Volksentscheid 2021 hatten noch 57,6 Prozent für eine Vergesellschaftung gestimmt. Unter den Wählern der Linken unterstützen aktuell 72 Prozent das Vorhaben. Bei den Grünen sind es 42 Prozent, bei der SPD 29 Prozent. Die Linke hält dennoch an ihrem Ziel fest, rund 220.000 Wohnungen in die öffentliche Hand zu überführen. SPD und Grüne kommen als mögliche Koalitionspartner infrage, vertreten bei der Vergesellschaftung jedoch unterschiedliche Positionen.
Wohnungsbau: Auch im Juli mehr Baugenehmigungen erteilt
Die Zahl der Baugenehmigungen steigt weiter. Von Januar bis Juli wurden 148.800 Wohnungen genehmigt. Im Juli fiel das Plus aber deutlich kleiner aus, während Verbände vor hohen Baukosten und Zinsen warnen.
Von Januar bis Juli 2026 genehmigten die Behörden 148.800 Wohnungen. Das waren 12,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders stark legte der Neubau zu. Dort wurden 121.200 Wohnungen genehmigt, 13,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl auf 79.700 Wohnungen. Im Juli verlor die Entwicklung jedoch an Tempo. Mit 22.500 genehmigten Wohnungen lag das Plus nur noch bei 1,9 Prozent. Branchenverbände warnen deshalb vor zu viel Optimismus. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und schwierige Finanzierungen bremsen weiter. Ende 2025 waren außerdem 760.700 Wohnungen genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt.
Bauzinsen bremsen die Erholung am Immobilienmarkt
Die Stimmung in der Immobilienbranche hat sich leicht verbessert. Höhere Bauzinsen bremsen die Erholung jedoch. Der jüngste Zinsanstieg war in der Befragung noch nicht enthalten.
Die Stimmung in der Immobilienbranche hat sich nach dem deutlichen Rückgang im Vorquartal etwas verbessert. Der ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex zeigt im dritten Quartal 2026 eine leichte Erholung. Die Autoren sprechen aber noch nicht von einer dauerhaften Trendwende. Sie sehen eher eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Wichtig ist dabei der Zeitpunkt der Befragung. Der jüngste weitere Anstieg der Bauzinsen war in den Ergebnissen noch nicht enthalten. Damit könnten höhere Finanzierungskosten die Stimmung nachträglich wieder belasten. Besonders Projektentwickler stehen weiter unter Druck, weil neue Vorhaben schwerer zu finanzieren sind. Entscheidend bleibt deshalb, wie stark die gestiegenen Zinsen Investitionen und neue Projekte in den kommenden Monaten bremsen.
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