08.05.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Vermieter verlieren zunehmend die Lust am Vermieten
Starke Nachfrage, hohe Mieten und solvente Interessenten: Vermietung in München sollte eigentlich sehr einträglich und lohnend sein. Der Eigentümerverband Haus und Grund sieht allerdings wachsende Verunsicherung unter privaten Vermietern. Vor allem strengere Regulierung und politische Eingriffe verändern den Mietmarkt und vergällen private Vermieter.
Haus und Grund München beobachtet nach eigenen Angaben einen Stimmungswandel unter privaten Vermietern. Im Zuge des Generationenwechsels seien Erben häufiger bereit, Immobilien zu verkaufen, statt sie weiter zu vermieten. Der Verband warnt davor, dass dadurch zunehmend Investoren zum Zug kommen könnten, die stärker auf Renditeoptimierung setzen. Kritik äußert der Eigentümerverband zudem an verschärften mietrechtlichen Vorgaben, geplanten Maßnahmen gegen Mietwucher sowie am neuen Heizungsgesetz. Besonders die vorgesehene Beteiligung von Vermietern an CO₂- und Energiekosten stößt auf Widerstand. Gleichzeitig sieht der Verband großes Potenzial bei der Umwandlung leerstehender Gewerbeflächen in Wohnraum, fordert dafür aber flexiblere Regelungen und mehr Planungssicherheit.
Marktaussichten sorgen für Run auf Baudarlehen
Nach einem schwachen Jahresstart legt die Nachfrage nach Baufinanzierungen plötzlich kräftig zu. Viele Käufer reagieren offenbar auf die Sorge vor weiter steigenden Zinsen.
Der Markt für Baufinanzierungen hat sich im März 2026 überraschend deutlich erholt. Laut Baufi24 stieg das Kreditvolumen im ersten Quartal auf 61,2 Milliarden Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit der Zinswende 2022. Experten sehen vor allem die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen als Treiber der Entwicklung. Hintergrund sind geopolitische Risiken und steigende Inflationserwartungen infolge des Iran-Kriegs. Gleichzeitig rechnen Marktteilnehmer mit weiter steigenden Bauzinsen und verschärften Kreditbedingungen der Banken. Trotz höherer Finanzierungskosten bleibt die Nachfrage nach Wohnimmobilien stabil, insbesondere weil das Neubauangebot begrenzt ist und Mieten weiter steigen. Experten erwarten daher weiterhin moderat steigende Immobilienpreise.
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Preisanstieg bei Eigentumswohnungen verliert an Tempo
Die Erholung am Markt für Eigentumswohnungen verliert an Dynamik. Gleichzeitig verlängern sich die Vermarktungszeiten und Preisnachlässe treten wieder häufiger auf.
Nach Daten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft hat sich der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen im ersten Quartal 2026 deutlich verlangsamt. Bundesweit lagen die Preise nur noch 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Inflationsbereinigt verzeichnete das Segment sogar leichte Rückgänge. Regional zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während Leipzig deutliche Zuwächse meldet, sanken die Preise in Städten wie Frankfurt, Stuttgart und Berlin. Gleichzeitig verlängern sich die Vermarktungszeiten wieder auf durchschnittlich rund 90 Tage. Laut IfW sind häufigere Preisreduzierungen und länger laufende Inserate frühe Hinweise auf eine nachlassende Marktdynamik. Einfamilienhäuser entwickeln sich dagegen robuster und verteuerten sich deutlich stärker als Eigentumswohnungen
Sonn- und feiertags? WEG-Versammlungen dürfen nicht zur Unzeit stattfinden
Zeitpunkt und Termin einer Eigentümerversammlung liegen zwar im Ermessen des Verwalters. Mehrere Gerichtsurteile zeigen jedoch, wann Einladungen als unzumutbar gelten können.
Mehrere Gerichtsentscheidungen konkretisieren, wann Termine für WEG-Versammlungen gegen die Grundsätze ordnungsgemäßer Verwaltung verstoßen können. Kritisch sind laut Rechtsprechung insbesondere Versammlungen während üblicher Arbeitszeiten, an Sonn- und Feiertagen oder mit zu kurzer Vorlaufzeit in den Schulferien. So erklärte das Landgericht Frankfurt Beschlüsse einer werktags um 10 Uhr angesetzten Versammlung für unwirksam. Auch religiöse Feiertage können laut Gerichten problematisch sein. Dagegen müssen Verwalter auf nicht stornierbare Urlaubsreisen außerhalb der Ferienzeiten nicht zwingend Rücksicht nehmen. Für Verwalter bedeutet das ein erhöhtes Risiko von Anfechtungsklagen, wenn Termine die Teilnahme einzelner Eigentümer unzumutbar erschweren.
Warum Neubau ohne Marktdaten riskanter wird
Der Wohnungsmarkt verändert sich spürbar durch höhere Zinsen und veränderte Nachfrage. Für Projektentwickler gewinnen Marktanalysen und Finanzierbarkeit bei neuen Projekten an Bedeutung.
Die Nachfrage am Wohnungsmarkt verlagert sich zunehmend aus den klassischen Metropolen in andere Wachstumsregionen. Städte wie Dresden, Duisburg oder Nürnberg verzeichnen teils stärkere Preissteigerungen als Berlin, Frankfurt oder München. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum hoch, Käufer prüfen jedoch stärker nach Preis, Lage und Finanzierbarkeit. Höhere Zinsen haben viele Haushalte in den Mietmarkt gedrängt, wodurch Mietobjekte in Großstädten deutlich stärker nachgefragt werden. Laut immowelt stabilisiert sich der Kreditmarkt zwar wieder, das frühere Niedrigzinsniveau gilt jedoch als unrealistisch. Für Projektentwickler wird es damit wichtiger, Neubauprojekte stärker an realistischen Finanzierungsbedingungen und regionaler Nachfrage auszurichten.
Neuer Bauindustrie-Präsident fordert mehr Zusammenhalt
Der Spitzenverband der Bauwirtschaft stellt sich an der Spitze personell neu auf. Olaf Demuth ist neuer Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Er sieht die Branche vor tiefgreifenden wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen.
Der Hamburger Bauingenieur wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt und folgt auf Peter Hübner, der das Amt nach zehn Jahren vorzeitig übergibt. Demuth kündigte an, die stark fragmentierte Branche enger zusammenführen und insbesondere mittelständische Unternehmen stärken zu wollen. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten, Transformation und struktureller Veränderungen fordert er eine Industriepolitik, die große Konzerne ebenso wie kleinere Unternehmen einbindet. Bereits an seinem ersten Amtstag traf Demuth beim „Tag der Bauindustrie“ auf Vertreter der Bundesregierung sowie Verbände und Unternehmen der Branche.
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