05.06.2026
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Das bedeutet die EU-Gebäuderichtlinie für Eigentümer
Die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie in deutsches Recht steht bevor. Für Eigentümer und Investoren zeichnen sich neue Anforderungen bei Neubau, Sanierung und Solarenergie ab. Ein Überblick über die wichtigsten Fristen.
Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz will die Bundesregierung die Vorgaben der europäischen Gebäuderichtlinie EPBD in deutsches Recht überführen. Ziel ist ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050. Bereits ab 2028 und 2030 gelten neue Anforderungen für Neubauten, darunter Vorgaben zur Klimafreundlichkeit und zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen. Auch die Nutzung von Solarenergie wird schrittweise ausgeweitet. Für Nichtwohngebäude sind zudem konkrete Ziele zur Verbesserung der Energieeffizienz vorgesehen. Die ursprünglich diskutierten verpflichtenden Sanierungen von Wohngebäuden nach festen Effizienzklassen wurden in dieser Form nicht übernommen. Für Eigentümer bleibt das Thema dennoch relevant, da die Weichen für künftige Investitionen und Modernisierungen bereits gestellt werden.
Jeder dritte Mieterhaushalt gerät an die Belastungsgrenze
Immer mehr Mieter geraten durch steigende Wohnkosten unter Druck. Besonders bei Neuvermietungen steigt die Belastung spürbar. Eine aktuelle Studie zeigt das Ausmaß der Entwicklung.
Nach einer Studie des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Deutschen Mieterbunds wenden rund 3,2 Millionen Mieterhaushalte mehr als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für Miete und Heizkosten auf. Weitere 3,4 Millionen Haushalte liegen zwischen 30 und 40 Prozent. Besonders betroffen sind einkommensschwache Haushalte sowie Bewohner großer Städte. Die Auswertung auf Basis des Mikrozensus zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen Bestands- und Neuverträgen. Mietverträge, die seit 2020 abgeschlossen wurden, weisen laut Studie eine deutlich höhere Wohnkostenbelastung auf. In Berlin, München und Frankfurt liegen die Mieten neuer Verträge erheblich über dem Durchschnitt aller laufenden Mietverhältnisse. Der Deutsche Mieterbund sieht darin ein Zeichen für den anhaltenden Druck auf den Mietmarkt.
Kaufmarkt gewinnt an Attraktivität trotz hoher Preise
Sinkende Finanzierungszinsen verbessern die Chancen auf Wohneigentum. Doch die Belastung unterscheidet sich je nach Region erheblich. Eine neue Analyse zeigt, wo Kauf und Miete besonders stark auseinanderliegen.
Analysen von Wüest Partner und dem Verband deutscher Pfandbriefbanken zeigen eine leichte Entspannung bei der Finanzierung von Wohneigentum. Zwar ist der Erwerb von Immobilien heute wieder erschwinglicher als während der Zinswende 2022, dennoch bleibt die Belastung regional sehr unterschiedlich. Laut Wüest Partner liegen die Wohnkosten für Eigentümer in rund 90 Prozent der untersuchten Städte und Gemeinden über 20 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens. Besonders angespannt bleibt die Lage in den sieben größten deutschen Städten, wo die Belastungsquoten beim Immobilienkauf durchweg über der 30-Prozent-Marke liegen. Gleichzeitig verweisen die Analysten darauf, dass nicht allein Kaufpreise, sondern vor allem das Zusammenspiel aus Finanzierungskosten, Einkommen und Wohnkosten über die Leistbarkeit entscheidet.
Verfallene Mini-Insel vor Rügen sucht neuen Eigentümer
Der Traum von der eigenen Insel könnte für einen Käufer bald Realität werden. Vor Rügen wird eine ehemalige Militärstation aus DDR-Zeiten versteigert. Allerdings wartet auf den neuen Besitzer mehr als nur ein Meerblick.
Mitten in der Ostsee kommt eine außergewöhnliche Immobilie unter den Hammer. Die ehemalige DDR-Militärstation Ostervilm im Greifswalder Bodden wird bei einer Auktion mit einem Mindestgebot von 39.000 Euro angeboten. Die rund 250 Quadratmeter große künstliche Insel ist nur per Boot erreichbar und befindet sich in einem stark sanierungsbedürftigem Zustand. Vogelkot, Rost und Witterung haben dem Gebäude über Jahrzehnte zugesetzt. Dennoch sehen Interessenten Potenzial in dem ungewöhnlichen Objekt. Im Gespräch sind Ideen wie eine Eventlocation, eine Bar oder andere touristische Nutzungen. Wer den Zuschlag erhält, bekommt nicht nur eine Insel, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte.
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