26.08.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Banken vergeben wieder mehr Immobilienkredite
Trotz hoher Zinsen und schwacher Konjunktur steigt das Neugeschäft mit Immobilienkrediten. Besonders Mehrfamilienhäuser und Handelsimmobilien profitieren, während andere Segmente deutlich schwächer abschneiden.
Nach Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken stieg das Neugeschäft mit Immobiliendarlehen im ersten Halbjahr 2026 um 8,5 Prozent auf 80,4 Milliarden Euro. Wohnimmobilien machten mit 50,1 Milliarden Euro weiterhin den größten Anteil aus. Besonders stark legten hier Finanzierungen für Mehrfamilienhäuser mit 7,3 Prozent zu. Deutlich dynamischer entwickelte sich das Geschäft mit Gewerbeimmobilien. Das Volumen wuchs um 14,3 Prozent auf 30,3 Milliarden Euro. Herausragend waren Handelsgebäude mit einem Plus von 40,6 Prozent auf neun Milliarden Euro. Auch Büro- und Hotelfinanzierungen nahmen zu. Rückgänge gab es dagegen bei Industriegebäuden. Für das zweite Halbjahr erwartet der Verband nur leichte weitere Zuwächse.
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Bauaufträge legen kräftig zu: Hochbau wächst besonders stark
Die Nachfrage im Bauhauptgewerbe hat deutlich angezogen. Vor allem der Hochbau verzeichnete ein kräftiges Plus, unterstützt wurde die Entwicklung durch mehrere Großaufträge.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni gegenüber dem Vormonat um 6,0 Prozent. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich lag das Plus bei 5,7 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich der Hochbau mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent, während der Tiefbau um 4,0 Prozent zulegte. Auch die Umsätze der Unternehmen entwickelten sich positiv. Preisbereinigt lagen sie 6,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Nominal stiegen die Erlöse um 11,5 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe binnen eines Jahres um 1,5 Prozent auf 545.000.
Testament: Wer das Haus bekommt, ist nicht automatisch Erbe
Wer in einem Testament eine Immobilie zugesprochen bekommt, wird dadurch nicht zwingend Erbe. Entscheidend ist, welche rechtliche Stellung der Verstorbene der begünstigten Person tatsächlich zuweisen wollte.
Ein aktueller Fall zeigt die Folgen unklar formulierter Testamente. Eine Lebensgefährtin sollte das mit Abstand wertvollste Nachlassobjekt erhalten, ein Ladengeschäft. Das Gericht wertete die Zuwendung dennoch nicht als Erbeinsetzung, sondern als Vermächtnis. Ausschlaggebend war, dass die Frau weder den Nachlass abwickeln noch für dessen erhebliche Schulden einstehen sollte. Da im Testament kein Erbe ausdrücklich bestimmt war, griff die gesetzliche Erbfolge. Der Fall verdeutlicht den rechtlichen Unterschied zwischen Erben und Vermächtnisnehmern. Erben treten grundsätzlich in die gesamte Rechtsstellung des Verstorbenen ein, einschließlich Verbindlichkeiten. Vermächtnisnehmer haben dagegen lediglich einen Anspruch auf Übertragung des ihnen zugedachten Gegenstands.
Netzanschlüsse werden knapp: Großprojekte kämpfen um Stromkapazitäten
Industrie, Rechenzentren, Batteriespeicher und Erneuerbare drängen gleichzeitig ans Stromnetz. Vielerorts reichen die Kapazitäten nicht aus, während langwierige Verfahren und eine Flut von Anträgen neue Projekte verzögern.
Eine NDR-Umfrage unter 852 Verteilnetzbetreibern zeigt, dass die beantragten Netzanschlüsse bei größeren Betreibern die vorhandene Netzleistung teils um ein Vielfaches übersteigen. Allerdings lieferten nur neun Prozent der Befragten konkrete Daten. Besonders viele Anträge stammen von Batteriespeicherprojekten, die häufig an mehreren Standorten gleichzeitig eingereicht werden. Verschärft wird die Situation durch langsamen Netzausbau, Genehmigungsverfahren und das bisher verbreitete Windhundprinzip bei der Vergabe. Übertragungsnetzbetreiber setzen für Großverbraucher inzwischen stärker auf den Projektfortschritt. Das Bundeswirtschaftsministerium plant zudem neue Regeln. Flexible Anschlussvereinbarungen sollen kurzfristig zusätzliche Kapazitäten ermöglichen, indem Einspeisung oder Verbrauch zeitweise begrenzt werden.
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