11.09.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
EZB erhöht Leitzinsen auf 2,5 Prozent
Die EZB hebt den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent an. Kredite werden dadurch teurer, zugleich erwartet die Notenbank wegen hoher Energiepreise länger anhaltenden Inflationsdruck.
Die Europäische Zentralbank erhöht den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte von 2,25 auf 2,5 Prozent. Es ist die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr. Hintergrund ist der anhaltende Inflationsdruck durch höhere Öl- und Gaspreise infolge des Irankriegs. Im August lag die Inflationsrate im Euroraum bei 3,3 Prozent und damit deutlich über dem mittelfristigen Ziel von zwei Prozent. Höhere Leitzinsen verteuern Kredite für Verbraucher und Unternehmen und können Investitionen bremsen. Zugleich warnt die Notenbank vor dem Risiko einer Kombination aus höherer Inflation und schwächerem Wirtschaftswachstum. Da die Lage im Nahen Osten unsicher bleibt und Energiepreise gestiegen sind, halten mehrere Zentralbankvertreter eine weitere Straffung für erforderlich.
Neue EU-Wohnungsregeln stoßen in der Immobilienbranche auf Kritik
Die EU will bezahlbaren Wohnraum fördern und dafür neue Regeln einführen. In der Immobilienbranche gibt es Kritik, weil zusätzliche Vorgaben bei Kurzzeitvermietungen, Grundstücken und Wohnungsmärkten Neubau und Investitionen erschweren könnten.
Die EU-Kommission hat am Mittwoch neue Regeln für angespannte Wohnungsmärkte vorgestellt. Städte sollen Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb leichter begrenzen dürfen, wenn Wohnungen knapp sind und sich die Lage dadurch weiter verschärft. Auch der Kauf und die Nutzung von Grundstücken und Wohnungen könnten stärker eingeschränkt werden. Der Zentrale Immobilien Ausschuss, kurz ZIA, kritisiert die Pläne. Aus Sicht des Verbands braucht es vor allem mehr Wohnungen und bessere Bedingungen für Investitionen. Der ZIA fordert deshalb mehr Baukapazitäten und schnellere Genehmigungen. Positiv bewertet er Pläne, Umbauten und die Umwandlung von Büros in Wohnungen zu beschleunigen. Nun beraten Europaparlament und Mitgliedstaaten über den Vorschlag.
Fehlinvestments: Krankenkassen droht Milliardenverlust
Dutzende Krankenkassen haben Geld in riskante Immobilienfonds und Darlehen gesteckt. Die Bundesregierung beziffert den möglichen Schaden für bundesweit beaufsichtigte Kassen auf 1,1 Milliarden Euro.
Mehrere Krankenkassen haben hohe Summen in riskante Immobilienanlagen investiert und könnten dabei viel Geld verlieren. Insgesamt geht es bei bundesweit beaufsichtigten Kassen um einen möglichen Schaden von rund 1,1 Milliarden Euro. Ein Teil des Geldes floss in Darlehen und Wertpapiere, bei denen Rückzahlungen oder erwartete Erträge gefährdet sind. Zusätzlich investierten Kassen in einen später angeschlagenen Immobilienfonds. Besonders kritisch sind Darlehen an Immobilienentwickler, die nur schwach abgesichert waren. In einem Fall standen einem Kredit über 30 Millionen Euro lediglich Grundstücke im Wert von rund einer Million Euro gegenüber. Behörden prüfen nun, wie es zu diesen riskanten Investments kommen konnte.
Heizöl ist fast 50 Prozent teurer als vor einem Jahr
Die Energiepreise ziehen wieder kräftig an. Im August kosteten Tanken und Heizen 10,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Heizöl verteuerte sich sogar um fast 50 Prozent.
Die Verbraucherpreise lagen im August 2,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Größter Preistreiber war Energie. Für Tanken und Heizen mussten Verbraucher 10,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor, Kraftstoffe verteuerten sich um 27,7 Prozent und Heizöl um fast 50 Prozent. Ursache ist vor allem der Iran-Krieg, der Öl und Gas verteuert und den Verkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigt. Hausbesitzer spüren den Anstieg unmittelbar bei den Heizkosten. Bleiben die Energiepreise hoch, können die Folgen über Gebäude und Mobilität hinausreichen, weil Unternehmen höhere Kosten für Transport und Kühlung weitergeben. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie blieb im August bei 2,4 Prozent.



