14.09.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bauzinsen steigen auf 4,29 Prozent
Die EZB hat den Leitzins auf 2,5 Prozent erhöht. Die Konditionen für eine Immobilienfinanzierung haben sich bereits in den vergangenen Wochen deutlich verteuert und Experten rechnen vorerst nicht mit einer Entspannung.
Für einen typischen Immobilienkredit mit zehn Jahren festem Zins werden inzwischen im Schnitt 4,29 Prozent fällig. Anfang Juli lag der Wert noch unter vier Prozent. Die Hälfte der befragten Banken erwartet in den kommenden ein bis zwei Monaten weitere Anstiege, die andere Hälfte rechnet mit gleichbleibenden Zinsen. Für Käufer bedeutet das höhere Monatsraten und weniger finanziellen Spielraum. Auch Investoren geraten stärker unter Druck, weil teurere Kredite auf gesunkene Immobilienwerte treffen. Banken können dadurch weniger Geld verleihen und mehr eigenes Kapital verlangen. Wer einen Kredit bald verlängern muss, sollte deshalb früh planen und Angebote rechtzeitig vergleichen
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Hubig will Mietpreisbremse mit Bußgeldern verschärfen
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will Vermieter bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse stärker zur Verantwortung ziehen. Die geplanten Änderungen könnten das Risiko bei Neuvermietungen künftig deutlich erhöhen.
Eine Expertengruppe prüft Bußgelder und strengere Regeln gegen Mietwucher. Bisher müssen Vermieter bei einem Verstoß vor allem zu viel gezahlte Miete zurückgeben. Hubig hält das für zu wenig. In Gebieten mit knappem Wohnraum darf die Miete bei einer Neuvermietung grundsätzlich höchstens zehn Prozent über der üblichen Miete vor Ort liegen. Allerdings gibt es mehrere Ausnahmen, etwa für Neubauten, umfassend modernisierte Wohnungen und bestimmte ältere Verträge. Auch Kurzzeitvermietungen stehen im Blick. Werden die Regeln verschärft, müssen Vermieter und Verwalter Mietpreise, Ausnahmen und Vertragsgestaltung noch genauer prüfen. Fehler könnten künftig nicht nur Rückzahlungen, sondern zusätzlich Bußgelder auslösen.
Neubaupreise für Häuser erreichen Rekordhoch
Der Immobilienmarkt entwickelt sich je nach Segment sehr unterschiedlich. Neue Häuser werden weiter teurer, während Eigentumswohnungen kaum zulegen und gebrauchte Häuser zuletzt sogar etwas günstiger wurden.
Bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern lagen die Preise im August 3,34 Prozent über dem Vorjahreswert und erreichten einen neuen Höchststand. Gegenüber Juli betrug das Plus 0,49 Prozent. Eigentumswohnungen verteuerten sich im Jahresvergleich dagegen nur um 0,26 Prozent. Gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser wurden im August gegenüber dem Vormonat 0,26 Prozent günstiger, lagen aber noch 1,26 Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt stiegen die Kaufpreise binnen eines Jahres um 1,68 Prozent. Deutlich stärker bewegten sich die neu angebotenen Mieten. Sie lagen bundesweit bei 9,93 Euro je Quadratmeter kalt und damit 5,3 Prozent über dem Vorjahresmonat.
Solarförderung vor dem Aus – Nachfrage steigt um 21 Prozent
Die geplante Abschaffung der festen Vergütung für eingespeisten Solarstrom verändert bereits das Verhalten vieler Eigentümer. Wer ohnehin eine Anlage plant, könnte den Kauf noch vor 2027 vorziehen.
Im Juli wurden auf privaten Wohndächern 21 Prozent mehr Solaranlagen installiert als ein Jahr zuvor. Auch im zweiten Quartal lag der Zubau rund zehn Prozent über dem Vorjahreswert. Ein Grund ist die Aussicht, dass die bisherige Vergütung für eingespeisten Solarstrom ab 2027 schrittweise wegfällt. Anlagen, die noch 2026 in Betrieb gehen, könnten von den alten Regeln profitieren. Für bereits laufende Anlagen ist voraussichtlich Bestandsschutz vorgesehen. Neue Betreiber sollen überschüssigen Strom künftig über private Anbieter verkaufen. Trotz der jüngsten Belebung liegt der Ausbau 2026 insgesamt noch leicht unter dem Vorjahr. Der Branchenverband rechnet nach dem Förderende mit einem Nachfrageeinbruch um rund zwei Drittel.
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