18.09.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Hohe Bauzinsen bremsen die Nachfrage nach Immobilien
Für 2026 erwartet das Forschungsinstitut GEWOS rund 612.000 Käufe von Wohnimmobilien. Das wären 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der Umsatz dürfte um 2,0 Prozent auf knapp 211 Milliarden Euro sinken.
Nach zwei Jahren mit steigenden Verkaufszahlen dürfte der deutsche Wohnimmobilienmarkt 2026 wieder schwächer werden. GEWOS rechnet mit rund 612.000 Käufen von Eigenheimen, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäusern und Wohnbauland. Besonders bei Eigenheimen werden weniger Verkäufe erwartet. Mehrfamilienhäuser könnten dagegen leicht zulegen. Als Gründe nennt das Institut höhere Bauzinsen, gestiegene Baupreise, die allgemeine Teuerung und strengere Kreditbedingungen. Kredite mit zehnjähriger Zinsbindung kosteten zuletzt rund 4,25 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Mai 2011. Weniger Verkäufe von Bauland könnten außerdem den Wohnungsbau bremsen.
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Schwimmender Altbau macht Berlins Wohnungsnot sichtbar
Kurz vor der Berlin-Wahl fährt eine originalgetreue Altbaufassade auf einem Floß über die Spree. Das Haus auf dem Wasser steht für den Wunsch vieler Menschen nach einer neuen Wohnung, die am besten sofort auftaucht. Mit der Aktion macht immowelt auf die angespannte Wohnraumsituation aufmerksam.
Geplanter Einzug reicht nicht für Steuerbefreiung beim Familienheim
Wer eine Immobilie erst später selbst bewohnen will, kann sich nicht allein auf diese Absicht berufen. Das Finanzgericht Düsseldorf verlangt für die Erbschaftsteuerbefreiung grundsätzlich eine tatsächliche Eigennutzung durch den Erblasser.
Die bloße Absicht, eine Immobilie künftig selbst zu bewohnen, reicht für die Erbschaftsteuerbefreiung eines Familienheims nicht aus. Das entschied das FG Düsseldorf. Im konkreten Fall hatte ein Ehepaar eine vermietete Eigentumswohnung als späteren Alterssitz vorgesehen. Der Ehemann starb jedoch vor dem geplanten Umzug. Seine Witwe kündigte anschließend wegen Eigenbedarfs und zog selbst ein. Das Gericht versagte dennoch die Steuerbefreiung. Maßgeblich seien die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Erbfalls. Der Erblasser müsse die Wohnung tatsächlich selbst genutzt haben oder aus zwingenden Gründen an der Selbstnutzung gehindert gewesen sein. Nachträgliche Umstände ändern daran nichts. Die Revision zum BFH wurde zugelassen.
Hohe Finanzierungskosten bremsen den Immobilieninvestmentmarkt
Die erhoffte Erholung am deutschen Immobilieninvestmentmarkt bleibt aus. Die Zahl der Transaktionen stieg 2025 und 2026 nur leicht, während hohe Zinsen, Finanzierungskosten und schwierige Preisfindung größere Abschlüsse weiter bremsen.
Der deutsche Immobilieninvestmentmarkt hat sich nach dem Einbruch infolge der Zinswende bislang nur wenig erholt. 2025 und im laufenden Jahr nahm die Zahl der Transaktionen lediglich leicht zu und liegt weiterhin deutlich unter dem Niveau früherer Jahre. Große Deals bleiben selten. Als zentrale Bremsfaktoren nennt der Beitrag hohe Zinsen, gestiegene Finanzierungskosten und eine komplizierte Preisfindung am Markt. Zugleich halten sich Banken bei der Kreditvergabe weiterhin deutlich zurück. Viele Immobilienunternehmen setzen deshalb auf eine stärkere Erholung im kommenden Jahr. Ob der Markt 2027 tatsächlich deutlicher anzieht, bleibt damit eine zentrale Frage für Investoren und Finanzierer.
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Wärmepumpen dominieren Neubau, Gas bleibt im Bestand vorn
Wärmepumpen kamen 2025 in knapp 74 Prozent der Neubauten zum Einsatz, im Bestand heizten dagegen 56,1 Prozent mit Gas. Gleichzeitig stieg der Wärmepumpenabsatz im ersten Halbjahr 2026 um 40 Prozent.
Die Wärmewende verläuft zwischen Neubau und Bestand sehr unterschiedlich. 2025 wurden Wärmepumpen in knapp 74 Prozent der neuen Wohnungen und Häuser installiert, während Gasheizungen im Neubau nur noch 11 Prozent erreichten. Im Gebäudebestand blieb Gas mit 56,1 Prozent hingegen die wichtigste Heizart. Die Verkaufszahlen deuten auf weitere Verschiebungen hin. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 194.500 Wärmepumpen verkauft, 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich schwächelte der Ausbau von Dachsolaranlagen, deren Zubau um 17 Prozent sank. Batteriespeicher legten dagegen weiter zu und erreichten insgesamt 30 Gigawattstunden Kapazität. Private Heimspeicher stellen mit rund 24 Gigawattstunden weiterhin den größten Anteil.



