11.03.2026
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Gericht setzt Grenzen bei Eigenbedarfskündigung
Eigenbedarf wird häufig als Kündigungsgrund genutzt. Doch ein aktuelles Urteilt zeigt nun klare Grenzen auf. Ohne konkrete Pläne für die Nutzung der Wohnung kann eine Eigenbedarfskündigung unwirksam sein.
Das Amtsgericht Lübeck hat eine Eigenbedarfskündigung für unwirksam erklärt, weil der notwendige konkrete Nutzungswille nicht ausreichend belegt wurde. Die Eigentümer eines Mehrfamilienhauses hatten einer Mieterin gekündigt und argumentiert, eine der Eigentümerinnen benötige die Erdgeschosswohnung wegen gesundheitlicher Einschränkungen und zur barrierearmen Nutzung. Das Gericht sah jedoch keinen ausreichend konkretisierten Plan zur Selbstnutzung. Die Klägerin hatte die Wohnung vor der Kündigung nicht besichtigt, kannte sie nur von Fotos und konnte weder den Zeitpunkt des Einzugs noch die konkrete Nutzung der Räume benennen. Laut Urteil reicht ein vager Wunsch nach möglicher Eigennutzung nicht aus. Vermieter müssen ein konkretes und zeitnahes Nutzungsinteresse darlegen und im Zweifel auch beweisen.
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Bis zu 600 Euro weniger: So stark unterscheiden sich die Stromkosten in Deutschland
Wie viel Haushalte für Strom zahlen, hängt stark vom Wohnort ab. Eine neue Analyse zeigt enorme Unterschiede zwischen den Regionen. Hauptgrund sind die Netzentgelte der lokalen Stromnetzbetreiber.
Eine Auswertung des Stromanbieters Ostrom auf Basis von Daten des Softwareunternehmens Powercloud zeigt deutliche regionale Unterschiede bei den Stromkosten. Analysiert wurden mehr als 8.000 Postleitzahl-Bezirke und alle 813 Verteilnetzbetreiber in Deutschland. Grundlage ist ein Beispielhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden. Demnach liegen die jährlichen Kosten für Stromsteuer, Umsatzsteuer sowie verschiedene Umlagen je nach Region zwischen 272 und 914 Euro, ohne den eigentlichen Strompreis. Besonders hohe Kosten finden sich unter anderem in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Günstige Regionen liegen häufig in Norddeutschland. Experten führen die Unterschiede vor allem auf strukturelle Faktoren im Netzbetrieb zurück, etwa geringere Kundendichte in ländlichen Regionen oder Kosten für den Netzausbau durch erneuerbare Energien.
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US-Immobilie: Versorgungswerken droht Totalverlust
Mehrere deutsche Versorgungswerke müssen offenbar ein großes US-Immobilieninvestment abschreiben. Für ein Versorgungswerk fällt der Verlust besonders stark ins Gewicht.
Betroffen ist unter anderem das Versorgungswerk der Rechtsanwälte in Hessen (VWRAH), das rund 58 Millionen Euro in die Transamerica Pyramid in San Francisco investiert hat. Die Beteiligung erfolgte über ein Joint Venture der Deutschen Finance Group und Shvo Capital, an dem mehrere deutsche institutionelle Anleger beteiligt sind. Dazu zählt neben dem VWRAH auch die die Bayerische Versorgungskammer als Hauptinvestor. Das Hochhaus wurde 2020 für 650 Millionen Dollar übernommen und sollte umfassend modernisiert werden. Doch der Büromarkt in San Francisco brach nach der Pandemie stark ein. Gleichzeitig verteuerten steigende Zinsen und höhere Baukosten die Sanierung. Der Cashflow des Projekts rutschte ins Negative. Für das hessische Versorgungswerk fällt der Verlust wegen seines vergleichsweise kleineren Anlagevolumens besonders ins Gewicht.
Wärmepumpe dominiert Neubau
Die Wärmepumpe setzt sich im deutschen Neubau klar durch. Neue Daten zeigen jedoch deutliche regionale Unterschiede bei der Heiztechnik. Fossile Systeme spielen inzwischen nur noch eine Nebenrolle.
Im Jahr 2024 wurden rund 70 Prozent der neu fertiggestellten Wohngebäude in Deutschland mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Das zeigt eine Auswertung von Viessmann Climate Solutions auf Basis der Baufertigstellungsstatistik des Statistischen Bundesamtes. Besonders verbreitet ist die Technik in Ein- und Zweifamilienhäusern, wo ihr Anteil etwa 75 Prozent erreicht. Gleichzeitig verlieren fossile Heizsysteme deutlich an Bedeutung. Gasheizungen kommen nur noch auf rund 15 Prozent der Neubauten, Ölheizungen spielen mit 0,3 Prozent praktisch keine Rolle mehr. Regional zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede. Während in Sachsen-Anhalt mehr als 80 Prozent der Neubauten mit Wärmepumpen ausgestattet sind, liegt der Anteil in mehreren norddeutschen Bundesländern deutlich niedriger. In dicht bebauten Stadtstaaten haben zudem Fernwärme und Gas weiterhin eine größere Bedeutung.
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