12.03.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Steigende Energiepreise setzen EZB unter Druck
Ökonomen warnen wegen der steigenden Energiepreise vor einem neuen Inflationsschub in der Eurozone. Für die Geldpolitik könnte das schneller als erwartet Konsequenzen haben.
Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Energiepreise deutlich gestiegen. Der Ölpreis kletterte zeitweise auf fast 120 Dollar pro Barrel, auch Gas verteuerte sich stark. Laut Ökonomen könnte ein länger anhaltend hohes Preisniveau die Inflation in der Eurozone wieder deutlich antreiben. Der Chefökonom des Bankhauses Metzler erwartet in diesem Fall eine Teuerungsrate von drei bis vier Prozent in den kommenden Monaten. Besonders relevant sind mögliche Zweitrundeneffekte: Steigende Energiepreise könnten höhere Lohnforderungen auslösen und Unternehmen zu Preiserhöhungen zwingen. Für die Europäische Zentralbank (EZB) wächst damit der Druck zu reagieren. Finanzmärkte rechnen bereits mit weiteren Zinserhöhungen noch in diesem Jahr.
Top-Ökonom warnt vor Verschärfung der Mietpreisbremse
Die Bundesregierung diskutiert eine Verschärfung der Mietpreisbremse. Dadurch dürfte sich die Wohnungsnot in Deutschland laut Experten jedoch weiter verschlimmern.
Nach Einschätzung des Ifo-Instituts würde eine strengere Mietpreisbremse den Wohnungsmarkt weiter belasten. Präsident Clemens Fuest warnt, dass stärkere Regulierung Investitionen in Neubauten dämpfe und die Mobilität auf dem Mietmarkt verringere. Bestandsmieter blieben häufiger in großen Wohnungen, während Wohnungssuchende schwerer eine passende Bleibe finden. Gleichzeitig zeigen Auswertungen des Instituts für Wohnen und Umwelt, dass sich Vermieter zunehmend in weniger regulierte Segmente verlagern. So stieg der Anteil möblierter und befristeter Mietangebote in großen Städten seit 2012 deutlich. Die durchschnittlichen Angebotsmieten für solche Wohnungen erhöhten sich bundesweit stark und liegen in Städten mit Mietpreisbremse besonders hoch.
Weniger Abschlüsse beim Immobilien-Teilverkauf
Viele ältere Eigentümer wollen weiterhin Immobilienvermögen freisetzen, ohne ihr Zuhause aufzugeben. Doch beim Teilverkauf kamen 2025 deutlich weniger Verträge zustande.
Laut Marktstatistik des Bundesverbands für Immobilienverrentung (BVIV) blieb die Nachfrage nach Modellen zur Freisetzung von Immobilienvermögen 2025 hoch. Rund 20.000 konkrete Anfragen registrierten die Mitgliedsunternehmen. Besonders gefragt war weiterhin der Immobilien-Teilverkauf. Dennoch sank die Zahl der tatsächlichen Abschlüsse um rund 30 Prozent auf 705 Verträge. Hintergrund sind strengere Ankaufskriterien finanzierender Banken sowie Veränderungen auf Anbieterseite. Der durchschnittliche Marktwert der teilverkauften Immobilien lag bei etwa 500.000 Euro, im Schnitt wurden 40 Prozent der Immobilie abgegeben. Ein Teil der Nachfrage verlagerte sich auf andere Modelle wie Erbbaurecht oder Leibrente. Während das Erbbaurecht leicht zulegte, blieb die Leibrente laut BVIV auf stabilem, aber niedrigem Niveau.
Letzter Vermögenspfeiler im Benko-Komplex insolvent
Die Insolvenzwelle rund um das Signa-Imperium geht weiter. Nun hat es eine zentrale Stiftung aus dem Umfeld von René Benko erwischt, die als letzter Tresor des gefallenen Immobilienmoguls gilt.
Die Laura Privatstiftung hat beim Landesgericht Innsbruck Insolvenz beantragt. Auslöser sind zwei Schiedssprüche, die die Stiftung zu Zahlungen von insgesamt rund einer Milliarde Euro verpflichten. Ein großer Teil der Forderungen stammt vom Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi. Laut Stiftungsvorstand bestehen kaum Erfolgsaussichten gegen die Urteile vorzugehen, während die Stiftung derzeit nicht in der Lage ist, die Forderungen zu begleichen. Ermittler und Gläubiger sehen die Stiftung als zentrale Vermögensstruktur im Benko-Komplex. In ihr und mehr als 70 Tochtergesellschaften sollen sich Immobilien und Luxusgüter mit einem geschätzten Nettowert von rund 400 Millionen Euro befinden.
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