26.07.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Ende der Mietexplosion in Metropolen?
Erreicht das rasante Wachstum der Mieten in deutschen Großstädten sein Ende? Zumindest hat sich der Anstieg der Neuvertragsmieten in den Metropolen im ersten Halbjahr gebremst. Allerdings zieht das Niveau dafür abseits der größten Städte weiterhin deutlich an.
Das geht aus einer Auswertung von Jones Lang LaSalle (JLL) hervor. In den 8 bevölkerungsreichsten Städten Deutschlands stieg der durchschnittliche Mietpreis in den ersten 6 Monaten um 6,3 Prozent. Im 2. Halbjahr 2023 lag dieser Wert noch bei 8,2 Prozent. Dafür erreicht die Mietpreisrally nun die anderen Städte: In den restlichen kreisfreien Städten kletterten die Mieten nun um 8,3 Prozent im gleichen Zeitraum. Insgesamt wurden für die Studie 35.000 Mietinserate ausgewertet.
Wärmepumpen überzeugen auch in Bestandsbauten
An der Tauglichkeit von Wärmepumpen für Bestandsimmobilien wurden in der Vergangenheit immer wieder Zweifel geäußert. Stiftung Warentest hat nun die Probe aufs Exempel gemacht und fünf Modelle getestet. Die Tester ziehen ein sehr positives Fazit über die Geräte.
Viermal Note gut, einmal befriedigend – so lautet das Endergebnis der Studienautoren, die Modelle mit Listenpreisen zwischen 9.450 und 22.000 Euro geprüft haben. In modernen, gut gedämmten Neubauten konnten die Wärmepumpen allesamt überzeugen. Beim Einsatz in Bestandsimmobilien gab es zwar Kritikpunkte wie höheren Stromverbrauch bei sehr kalten Außentemperaturen, längere Aufwärmzeiten oder störende Betriebsgeräusche. Unterm Strich, so das Fazit der Stiftung Warentest, eignen sich Wärmepumpen aber auch zum Heizen in Bestandsgebäuden. Zumal sie einen weiteren Vorteil gegenüber konventionellen Heizungen mitbringen: Die Geräte können im Sommer auch kaltes Wasser durch die Leitungen pumpen und so auch kühlen.
Baubranche mit Umsatzminus aber stabiler Auftragslage
Der Umsatz des Bauhauptgewerbes liegt weiterhin merklich unter dem Niveau der Vergangenheit. Hoffnung machen allerdings die Auftragseingänge, denn die bleiben trotz Krise überraschend stabil. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Optimismus herrscht in der Baubranche trotzdem wenig.
Der Umsatz im Bauhauptgewerbe lag im Mai bei 9,2 Milliarden Euro – das entspricht einem inflationsbereinigten Rückgang von -4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings bleibt die Auftragslage stabil im Vergleich zum April. Mit Blick auf das Vorjahr verzeichneten die Betriebe sogar +1,1 Prozent mehr Aufträge.
Obwohl die nackten Zahlen gar nicht so schlimm aussehen, ist die Stimmung in der Branche schlecht. Das ifo-Geschäftsklima, das monatlich die Geschäftsaussichten von rund 9.000 Unternehmen abfragt, sackte im Juli den dritten Monat in Folge ab – auch im Baugewerbe beurteilen die Firmen die Zukunftsaussichten derzeit pessimistisch.
Hemmt AfD-Erfolg im Osten den Immobilienmarkt?
Im September wird in Sachsen, Thüringen und Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Die AfD könnte dann Umfragen zufolge auf ein Drittel der Stimmen kommen. Das sehen viele Unternehmen und Investoren mit Sorge. Der AfD-Höhenflug könnte sich auch negativ auf den Immobilienmarkt in den ostdeutschen Bundesländern auswirken.
Unternehmen sind meist auf Zuzug von Fachkräften innerhalb Deutschlands sowie aus dem Ausland angewiesen. Diese könnten aber angesichts von Wahlerfolgen einer rechten Partei fernbleiben. Laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln betrachten 69 Prozent der Unternehmen die AfD als Gefahr für den Wirtschaftsstandort. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Immobilienbrache, denn ohne Arbeitsplätze und Zuzug sinkt auch die Nachfrage nach Wohneigentum. Projektentwickler und Investoren nehmen in der Folge Abstand von Großprojekten.
Wohnraumbündnis zieht nach Hamburg
Hamburg statt Kanzleramt in Berlin: Die Konferenz zum bezahlbaren Wohnraum wird Anfang Dezember nicht wie in der Vergangenheit in der Hauptstadt stattfinden, sondern nach Hamburg gelegt.
Das Wohnraumbündnis wurde von Bundesbauministerin Klara Geywitz vor zwei Jahren ins Leben gerufen. Über 30 Akteure aus Immobilienbranche und Politik tauschen sich im Jahrestakt gemeinsam über die Zukunft des Wohnens in Deutschland aus. 2023 hatte auch Kanzler Olaf Scholz teilgenommen. Über die Gründe für den Umzug von Berlin nach Hamburg und auf die Frage, ob der Kanzler erneut teilnehmen wird, erteilte das Bauministerium keine Aussage. Die Jahreskonferenz des Bündnisses bezahlbarer Wohnraum findet heuer am 6. Dezember statt.
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