03.09.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wohnungsmarkt gespalten: Metropolen mit Knappheit, Regionen mit Leerstand
In Deutschland gibt es nicht nur Wohnungsnot, sondern auch Regionen mit massivem Leerstand. Besonders in Sachsen zeigt sich, wie niedrige Mieten und fehlende Nachfrage Vermieter vor ganz andere Probleme stellen als in den Metropolen. Während in Großstädten hohe Preise und zu wenig Wohnraum dominieren, stehen in ländlichen Gebieten zehntausende Wohnungen leer. Demografischer Wandel, fehlende Arbeitsplätze und eine alternde Mieterschaft verschärfen die Lage. Für die betroffenen Genossenschaften bedeutet das geringe Einnahmen, hohe Kosten und kaum Mittel für Investitionen in altersgerechtes Wohnen oder Klimaschutz. Wohnungsverbände warnen daher vor einer wachsenden Leerstandswelle und fordern von der Politik eine differenzierte Wohnungsbau- und Förderpolitik. Der viel diskutierte Bau-Turbo hilft in diesen Regionen nicht weiter, nötig sind spezielle Programme gegen Leerstand.
ANZEIGE

Wie Evernest den Maklerberuf neu denkt – Neue Folge des immowelt Podcasts
Wie bringt man frischen Wind in eine Branche, die lange analog gearbeitet hat? Christian Evers, Gründer und CEO von Evernest, erzählt im immowelt Podcast, wie aus einer Vision ein modernes Maklerunternehmen wurde.
Übrigens: Monatlich gibt es neue Folgen des immowelt Podcasts „2 Zimmer, Küche, Talk“. Überall, wo es Podcasts gibt!
Deutsche Büros verlieren an Wert, Frankreich legt deutlich zu
Während sich die Immobilienmärkte in Europa langsam erholen, verlieren deutsche Bürogebäude weiter an Wert. Eine neue Analyse zeigt, warum Deutschland hinterherhinkt, während andere Länder bereits wieder deutlich zulegen. Laut einer Auswertung der Londoner Altus Group stiegen die Bewertungen europäischer Immobilienfonds im zweiten Quartal 2025 insgesamt leicht an. Doch deutsche Büroimmobilien verloren 0,8 Prozent und sind damit Schlusslicht. Ganz anders Frankreich: Dort legten die Bürogebäude seit 2024 um fast sieben Prozent zu. Der Grund für die Schwäche in Deutschland liegt in steigenden Renditen, während in Frankreich sinkende Renditen und höhere Mieteinnahmen für Rückenwind sorgen. Deutlich besser liefen auch Studentenwohnungen und Logistikimmobilien, die im Vergleich überdurchschnittlich zulegten. Fachleute sehen insgesamt Anzeichen einer Stabilisierung in Europa, weisen aber darauf hin, dass unsichere Cashflows die Entwicklung weiterhin bremsen könnten.
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
Ifo: Ein Viertel der Beschäftigten arbeitet im Homeoffice
Das Homeoffice bleibt für viele Beschäftigte Alltag – laut Ifo-Institut arbeitet weiterhin rund ein Viertel zumindest teilweise von zu Hause, was für die Nachfrage nach Büroflächen und die Entwicklung von Arbeitsorten Folgen hat. Die Quote lag im August bei 24,4 Prozent und ist damit seit 2022 stabil. Am stärksten verbreitet ist Homeoffice im Dienstleistungssektor mit 35,1 Prozent, während Industrie, Handel und Bau deutlich niedrigere Werte aufweisen. Für die Immobilienwirtschaft bedeutet das: Büroflächen bleiben vielerorts weniger ausgelastet, während flexible Raumkonzepte gefragt sind. Laut Ifo handelt es sich bei Rückkehrforderungen großer Unternehmen um Einzelfälle. Auffällig ist zudem, dass gerade junge und wachsende Firmen Homeoffice fest in ihrer Kultur verankern – ein Hinweis darauf, dass sich diese Entwicklung langfristig fortsetzen dürfte.
Autozulieferer setzt auf Modulhaus als neues Geschäftsfeld
Ein sächsischer Autozulieferer wagt den Schritt in ein völlig neues Geschäftsfeld. Statt nur Teile für Luxusautos zu fertigen, entstehen nun auch Bauteile für ein Modulhaus. Das Beispiel zeigt, wie die Branche in der Krise umdenkt. Testa Motari aus dem Erzgebirge, Zulieferer von Rolls Royce, hat eine alte Schule in eine Manufaktur für sein Modulhaus Johanna verwandelt. Das Konzept bietet 50 Quadratmeter Grundfläche, die sich durch eine flexible Außenhülle erweitern lassen. Mit einem Preis von rund 250.000 Euro soll das Haus schnell und effizient errichtet werden. Branchenexperten sehen im Projekt ein Signal, dass viele Zulieferer angesichts einbrechender Autoproduktion neue Märkte suchen, auch wenn der Einstieg in andere Industrien schwierig ist und kreative Lösungen erfordert.
BEWERBUNGSPHASE STARTET
Zeigen Sie, was in Ihnen steckt!
Der Deutsche Immobilienpreis startet in eine neue Runde. Nutzen Sie jetzt die Chance, Ihr Team, Ihr Projekt oder Ihre eigene Leistung auf das nächste Level zu heben.
Photovoltaikpflicht auf Gewerbedächern: Chancen und Hürden für Eigentümer
Photovoltaik auf Gewerbedächern wird in vielen Bundesländern vorgeschrieben. Wer früh plant, kann Kosten sparen, neue Einnahmen erzielen und seine Immobilie aufwerten – muss aber technische, rechtliche und steuerliche Hürden im Blick behalten. Ende 2024 waren bereits rund 29 Gigawattpeak installiert, ein Drittel der gesamten Solarleistung in Deutschland. Große Dächer von Hallen und Büros eignen sich besonders gut, weil sie ohne zusätzliche Flächenversiegelung genutzt werden können. Gleichzeitig unterscheiden sich die Anforderungen zwischen Neubau und Bestand deutlich: Tragfähigkeit, Netzkapazitäten und bauliche Nachrüstungen sind zu prüfen. Hinzu kommen steuerliche Fragen und die Wahl des passenden Geschäftsmodells, von Eigenverbrauch über Einspeisung bis hin zu Contracting oder Dachpacht. Förderprogramme können die Umsetzung erleichtern. Wer rechtzeitig handelt, verwandelt die Pflicht in eine stabile Renditequelle.
Aktuelle Beiträge
MagazinInterview mit der Behrendt Gruppe
MagazinSocial Media als Wachstumsmotor
