28.11.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Deutlicher Preisanstieg bei Wohnimmobilien bis 2027 erwartet
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland könnten in den kommenden Jahren deutlich steigen. Das dürfte die Lage für Erstkäufer weiter verschärfen, denn Experten rechnen mit einem kontinuierlichen Preisanstieg über dem allgemeinen Inflationsniveau. Laut einer aktuellen Reuters-Umfrage unter Immobilienanalysten sollen die Kaufpreise bis 2027 jährlich um mehr als drei Prozent zulegen und damit stärker steigen als die allgemeine Teuerungsrate. Nach einem vorangegangenen Preisrückgang von 13 Prozent zwischen 2022 und 2024 hat sich der Markt bereits wieder erholt. Auch auf der Finanzierungsseite erwarten Fachleute keine Entlastung, da Hypothekenzinsen eher stagnieren oder leicht steigen könnten. Gleichzeitig rechnen die Analysten mit weiter steigenden Mieten, was die Gesamtbelastung am Wohnungsmarkt zusätzlich erhöht.
Neue Auswertung zeigt große Preisunterschiede zwischen deutschen Städten und Europa
Ein neues Ranking zeigt, wie groß die Mietpreisunterschiede zwischen deutschen Großstädten und europäischen Spitzenreitern geworden sind. Laut den Ergebnissen wirkt selbst München im internationalen Vergleich überraschend günstig. Wie Statista auf Basis von empirica-Daten zeigt, führt München erneut als teuerste Stadt Deutschlands, doch im Vergleich zu Zürich fallen die hohen Mieten der bayerischen Metropole moderat aus. Selbst eine 100-Quadratmeter-Wohnung ist in der bayerischen Landeshauptstadt günstiger als eine Einzimmerwohnung in Zürich. Frankfurt und Berlin folgen in Deutschland auf den Plätzen zwei und drei, wobei besonders Berlin in den vergangenen Jahren einen starken Anstieg der Wohnkosten verzeichnet hat. Neben den Mieten spielen auch Lebenshaltungskosten eine Rolle, bei denen München ebenfalls an der Spitze steht. Ein internationaler Vergleich bestätigt, dass deutsche Städte insgesamt günstiger ausfallen als viele europäische Metropolen. Gleichzeitig zeigt eine weitere Auswertung, dass die höchste Kaufkraft nicht in den Großstädten, sondern in oberbayerischen Regionen liegt.
EH55 Förderung kehrt zurück und soll Neubau beleben
Die Bundesregierung will mit der Rückkehr der EH55 Förderung den stockenden Wohnungsbau beleben. Viele bereits genehmigte Projekte liegen brach und könnten mit neuen Krediten wieder in Gang kommen. Ab dem 16. Dezember sollen Neubauten und Ersterwerbe gefördert werden, sofern sie vollständig auf erneuerbare Wärme setzen und eine gültige Baugenehmigung vorliegt. Vorgesehen sind zinsverbilligte KfW Kredite von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit mit Laufzeiten von bis zu 35 Jahren. Die Mittel stehen einmalig zur Verfügung und werden bis zur Ausschöpfung vergeben. Die Branche erhofft sich einen deutlichen Anschub, da zahlreiche Projekte nach der überraschenden Streichung der EH55 Förderung im Jahr 2022 gestoppt wurden. Der GdW hält kurzfristig bis zu 20.000 zusätzliche Wohnungen für möglich, bei günstigen Zinsen sogar deutlich mehr.
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
Streit um Heizungsgesetz erhöht Druck auf Koalition und Branche
Die Diskussion über die Zukunft des Heizungsgesetzes spitzt sich zu. Politik und Branchenvertreter fordern Klarheit über Förderhöhe und Regeln für den Heizungstausch. Das erhöht den Druck auf den Koalitionsausschuss weiter. Während der Bundestag Milliarden für Energieeffizienz im Gebäudesektor bereitgestellt hat, fehlt der Koalition eine gemeinsame Linie zur Verwendung der Mittel. Die SPD hält an der bisherigen Förderung fest und verweist auf Klimaziele und rechtliche Verpflichtungen. CSU-Chef Markus Söder fordert dagegen eine Kürzung der Zuschüsse und möchte die Gelder zur Entlastung bei den Strompreisen nutzen. Die Branche warnt, dass Unsicherheit über künftige Vorgaben Sanierungen verzögern könnte. Zusätzlich drängen europäische Vorgaben, die bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand verlangen und bald in nationales Recht umgesetzt werden müssen.
Aktuelle Beiträge
MagazinInterview mit der Behrendt Gruppe
MagazinSocial Media als Wachstumsmotor
