22.04.2026
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Kredite laufen aus: Milliardenlücke am Immobilienmarkt
In den kommenden Jahren laufen Immobilienkredite in Milliardenhöhe aus. Gleichzeitig verschlechtern sich Finanzierungsbedingungen und Bewertungen. Die Branche reagiert mit Verlängerungen, doch die Risiken nehmen weiter zu.
Besonders im Jahr 2026 erreicht das Refinanzierungsvolumen laut HIH Invest einen Höhepunkt mit über 40 Milliarden Euro, während eine Finanzierungslücke entsteht. Der Immobiliendienstleister CBRE beziffert diese für die Jahre bis 2028 auf rund 24 Milliarden Euro. Sinkende Immobilienwerte und vorsichtigere Beleihungsausläufe führen dazu, dass Investoren deutlich mehr Eigenkapital aufbringen müssen. Gleichzeitig steigt die Quote notleidender Kredite in Deutschland über den EU-Durchschnitt. Viele Banken verlängern bestehende Kredite, um Abschreibungen zu vermeiden. Experten sprechen von einer verzögerten Marktbereinigung. Der Irankrieg verstärkt die Unsicherheit, da mögliche Zinserhöhungen und Inflation die Finanzierung zusätzlich erschweren. Besonders betroffen sind Büroimmobilien, während Top-Lagen stabil bleiben.
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Neue Heizregeln geplant: Kostenrisiko für Mieter
Die geplante Reform des Gebäudeenergiegesetzes bringt mehr Flexibilität bei Heizungen. Gleichzeitig warnen Experten vor steigenden Kosten durch neue Vorgaben. Vor allem Mieter könnten stärker belastet werden.
Die Bundesregierung plant mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz eine Abkehr von festen Vorgaben für erneuerbare Heizungen. Künftig sollen Gas- und Ölheizungen erlaubt bleiben, während Energieversorger schrittweise einen steigenden Anteil grüner Brennstoffe einsetzen müssen. Laut Institut der Deutschen Wirtschaft könnten dadurch Mehrkosten von jährlich 350 Euro für einen Zwei-Personen-Haushalt entstehen, da klimafreundliche Gase knapp und teuer sind. Besonders Haushalte mit geringem Einkommen sind betroffen. Der Deutsche Mieterbund fordert daher klare Schutzregelungen, um Kosten nicht auf Mieter abzuwälzen. Gleichzeitig sieht die Wohnungswirtschaft Chancen für neue Investitionen, weist jedoch ebenfalls auf insgesamt steigende Kosten im Zuge der Wärmewende hin.
Mehr Regulierung, mehr Käufer? In Holland steigen verstärkt Junge ein
Die Folgen strenger Mietregeln sorgen auch in Deutschland für Diskussionen. In den Niederlanden zeigt sich nun ein unerwarteter Effekt. Ausgerechnet junge Käufer profitieren von einer Entwicklung, die den Mietmarkt weiter unter Druck setzt.
Auslöser ist die Ausweitung eines staatlichen Mietsystems im Jahr 2024, das über ein Punktesystem Höchstmieten festlegt und nun auch das mittlere Segment umfasst. Sinkende Renditen veranlassen Investoren laut Eigentümerverband Vereniging Eigen Huis dazu, Wohnungen vermehrt zu verkaufen. Dadurch kommen zusätzliche Objekte auf den Markt, die zunehmend von jungen Käufern genutzt werden. Daten der Finanzierungsplattform De Hypotheker zeigen einen starken Anstieg bei Hypothekenanträgen unter 25-Jährigen, während der Erstkäuferanteil laut Grundbuchamt deutlich gewachsen ist. Begünstigt wird dies durch steuerliche Vorteile und staatliche Absicherungen. Gleichzeitig verknappt sich das Angebot an Mietwohnungen weiter.
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CO₂-Kostenmodell benachteiligt Mieter stärker als gedacht
Die Aufteilung der CO₂-Kosten sorgt weiter für Diskussionen. Ein erster Evaluationsbericht zeigt deutliche Schieflagen im bestehenden System. Für Eigentümer und Verwalter könnten sich daraus bald Änderungen ergeben.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat das CO₂-Kostenaufteilungsgesetz erstmals überprüft. Ergebnis ist, dass Mieter im Schnitt einen höheren Anteil tragen als vorgesehen, eine hälftige Verteilung wird nicht erreicht. Grund dafür ist vor allem das zehnstufige Modell, das sich an Energiekennwerten orientiert. Die Gutachter empfehlen Anpassungen, unter anderem bei der Berechnungsgrundlage und der Berücksichtigung sinkender Verbräuche. Für Vermieter bedeutet das weiterhin zusätzlichen Aufwand bei der Heizkostenabrechnung, da Emissionen und Energiekennwerte ermittelt werden müssen. Perspektivisch dürften steigende CO₂-Preise die Belastung erhöhen und den Druck auf energetische Sanierungen verstärken.
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