12.06.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
EZB-Zinsschritt verteuert Immobilienfinanzierungen
Die Europäische Zentralbank hat den Einlagenzins auf 2,25 Prozent angehoben. Experten erwarten, dass sich die Finanzierung von Immobilien dadurch weiter verteuert.
Banken werden voraussichtlich die höheren Finanzierungskosten an Kreditnehmer weitergeben und Baufinanzierungen so teurer machen. Bereits in den vergangenen Wochen waren die Bauzinsen gestiegen. Für Kaufinteressenten verteuern sich damit Immobilienfinanzierungen, während die monatliche Belastung für neue Darlehen zunimmt. Fachleute gehen dennoch davon aus, dass die Nachfrage nach Wohneigentum stabil bleibt. Für Käufer wird die Wahl der Finanzierung und der Zeitpunkt des Kreditabschlusses jedoch wieder wichtiger.
Heizungsgesetz stößt auf breiten Widerstand
Am Donnerstag hat der Bundestag erstmals über die Reform des Heizungsgesetzes beraten. Die geplanten Änderungen sorgen bei Ländern, Verbänden und Experten für erhebliche Bedenken.
Dabei verteidigte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche die Reform als bezahlbare und verlässliche Lösung für Eigentümer. Die Kritik reißt jedoch nicht ab. Mehrere Umweltminister der Länder befürchten, dass die Klimaziele bis 2045 gefährdet werden. Auch Umweltverbände und der Bauherren-Schutzbund fordern Nachbesserungen und warnen vor neuen Unsicherheiten. Der Nationale Normenkontrollrat bezeichnet den Entwurf als praxisfern. Selbst aus den Reihen von CDU und CSU werden rechtliche und klimapolitische Bedenken laut.
Wohnungsbau gerät durch steigende Kosten weiter unter Druck
Der Irankrieg treibt die Preise für wichtige Baustoffe und Energie nach oben. Die Bauwirtschaft befürchtet deshalb einen Rückschlag für die ohnehin schwache Entwicklung im Wohnungsbau.
Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft erwartet für 2026 weitgehend stagnierende Geschäfte. Sorgen bereiten vor allem steigende Kosten für Diesel, Beton, Zement und andere Baumaterialien. Nach Angaben des Verbands melden mehr als drei Viertel der Betriebe höhere Materialpreise, viele Unternehmen haben ihre Preise bereits angehoben oder planen dies. Besonders angespannt bleibt die Lage im Wohnungsbau. Mit rund 206.600 fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2025 wurde laut Verband der niedrigste Wert seit mehr als zehn Jahren erreicht. Angesichts eines jährlichen Bedarfs von rund 400.000 Wohnungen fordert die Bauwirtschaft mehr staatliche Unterstützung und weniger bürokratische Vorgaben.
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