26.06.2026
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Wo die Immobilienpreise noch steigen und wo sie sinken
Der Preisanstieg am deutschen Wohnimmobilienmarkt hat sich zuletzt abgeschwächt. Gleichzeitig entwickeln sich Wohnungen und Häuser in Städten und ländlichen Regionen unterschiedlich. Ein genauer Blick zeigt, wo die Preise noch zulegen und wo sie nachgeben.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lagen die Preise für Wohnimmobilien im ersten Quartal 2026 durchschnittlich 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit hat sich der Preisauftrieb gegenüber den Vorquartalen deutlich verlangsamt. Auffällig sind die regionalen Unterschiede. Eigentumswohnungen verteuerten sich in dünn besiedelten ländlichen Kreisen um 3,6 Prozent, während die Preise in den sieben größten Städten mit einem Plus von 0,3 Prozent nahezu stagnierten. In dicht besiedelten ländlichen Kreisen gingen die Wohnungspreise sogar leicht zurück. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern verzeichneten dagegen die Metropolen den stärksten Anstieg, während die Preise in dünn besiedelten Regionen sanken.
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Wohnimmobilienmarkt: Verkäufe und Umsätze ziehen an
Der Wohnimmobilienmarkt hat 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Mehr Kaufverträge und steigende Preise prägen die Entwicklung.
Wie der aktuelle Immobilienmarktbericht des Arbeitskreises der Oberen Gutachterausschüsse (AK OGA) zeigt, wurden 2025 bundesweit rund 872.000 Immobilienkaufverträge abgeschlossen. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. Der Geldumsatz stieg um 13 Prozent auf 278 Milliarden Euro. Allein auf Wohnimmobilien entfielen rund 198 Milliarden Euro und damit mehr als 70 Prozent des gesamten Investitionsvolumens. Die Preise legten in den meisten Wohnsegmenten zu, wenn auch unterschiedlich stark. Auch Wohnbaugrundstücke wurden wieder häufiger gehandelt. Gleichzeitig verweist der AK OGA auf erhebliche regionale Preisunterschiede und warnt, dass hohe Grundstückspreise den Wohnungsneubau in vielen nachgefragten Regionen weiterhin erschweren.
Hitze bedroht Immobilienwert: Hier ist das Risko am größten
Extreme Hitze wird für Immobilien zunehmend zum wirtschaftlichen Risiko. Eine neue Analyse zeigt, welche Regionen besonders betroffen sind und warum Hitzeschutz für Eigentümer und Investoren an Bedeutung gewinnt.
Eine Analyse des Beratungsunternehmens Wüest Partner zeigt, dass Ballungsräume im Westen und Süden Deutschlands besonders stark unter Hitzestress leiden. Zu den am stärksten betroffenen Städten zählen Ludwigshafen, Mannheim und Speyer. Entscheidend sind neben der Zahl heißer Tage auch Faktoren wie Flächenversiegelung, Grünflächen und Gewässer. Laut einer Prognos-Studie im Auftrag des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes und des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel sind 11,2 Millionen Gebäude unzureichend auf zunehmende Hitze vorbereitet. Experten warnen, dass fehlender Hitzeschutz die Vermietbarkeit und den langfristigen Immobilienwert beeinträchtigen kann. Investitionen in Begrünung, Sonnenschutz oder Kühlung gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung.
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Wohngeld: Kürzungen weniger drastisch als geplant
Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld fallen offenbar geringer aus als zunächst angekündigt. Für Millionen Empfänger sind dennoch spürbare Änderungen vorgesehen, die den Anspruch und die Höhe der Leistung beeinflussen.
Nach einem Gesetzentwurf des Bundesbauministeriums sollen beim Wohngeld ab 2028 geringere Einsparungen erfolgen als zunächst angekündigt. Statt zwei Milliarden Euro sollen Bund und Länder gemeinsam rund 1,5 Milliarden Euro einsparen. Es entfallen auf den Bund 738 Millionen Euro, die Länder sollen denselben Betrag beitragen. Geplant sind dennoch eine Halbierung der Heizkostenpauschale, der Verzicht auf die vorgesehene Wohngelderhöhung ab 2027 sowie eine geänderte Berechnungsformel. Bundesbauministerin Verena Hubertz hatte bereits angekündigt, dass alle bisherigen Wohngeldempfänger betroffen sein werden und rund ein Drittel künftig keinen Anspruch mehr haben könnte.
Kommunen im Infrastruktur-Check: Studie zeigt massive Unterschiede
Wie gut Schulen, Nahverkehr oder Freizeitangebote vor Ort sind, unterscheidet sich teils erheblich. Eine neue IW-Studie zeigt, welche Kommunen besonders gut aufgestellt sind und warum das für die Attraktivität von Standorten wichtig ist.
Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) untersucht die Ausstattung von mehr als 10.900 deutschen Kommunen anhand von 17 Indikatoren aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Digitalisierung. Die Auswertung zeigt deutliche Unterschiede zwischen Städten und ländlichen Regionen. Besonders gut schneiden dicht besiedelte Kommunen ab, während viele ländliche Gebiete und mittelgroße Städte Nachholbedarf haben. Laut IW geht eine bessere Versorgung meist mit einer höheren Zufriedenheit der Bürger einher. Entscheidend sei jedoch auch die subjektive Wahrnehmung der Angebote. Die Forscher empfehlen deshalb mehr kommunale Entscheidungsspielräume und eine gezieltere Steuerung öffentlicher Investitionen, um die Lebensqualität vor Ort langfristig zu sichern.
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