29.06.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Vorkaufsrecht: Mieter müssen nicht volle Maklerprovision zahlen
Mieter, die beim Verkauf ihrer Wohnung ein gesetzliches Vorkaufsrecht nutzen, sind vor der vollen Maklerprovision geschützt. Bestimmte Vertragsklauseln zur Umgehung der gesetzlichen Kostenaufteilung beim Immobilienkauf sind unwirksam. Das hat ein Gericht nun erneut klargestellt.
Das Kammergericht Berlin hat entschieden, dass Klauseln in Kaufverträgen unwirksam sind, welche Mietern bei der Ausübung ihres gesetzlichen Vorkaufsrechts die volle Maklerprovision auferlegen. Im verhandelten Fall forderte eine Maklerin knapp 50.000 Euro von zwei Mietern, die ihre Wohnungen in einem Berliner Mehrfamilienhaus erwarben. Der ursprüngliche Kaufvertrag mit einer Immobiliengesellschaft sah vor, dass bei einem späteren Eintritt eines Mieters dieser die gesamte Provision übernehmen müsse. Das Gericht wies die Klage ab und betonte den Verbraucherschutz beim Immobilienkauf. Käufer von Wohnungen oder Einfamilienhäusern dürfen die Provision grundsätzlich nicht allein tragen, da das gesetzliche Halbteilungsprinzip zwischen Verkäufer und Käufer nicht umgangen werden darf.
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Immobilienpreis würdigt Innovationen für Makler
Virtuelle Besichtigungen gehören inzwischen zum Makleralltag. Beim Deutschen Immobilienpreis 2026 wurde nun ein Unternehmen ausgezeichnet, das diese Entwicklung mit digitalen Vermarktungslösungen maßgeblich vorangetrieben hat.
Ogulo ist beim Deutschen Immobilienpreis 2026 in der Kategorie Branchen Pionier ausgezeichnet worden. Das Unternehmen hat sich mit virtuellen 360-Grad-Rundgängen einen Namen gemacht und bietet heute weitere digitale Lösungen wie automatisierte 3D-Grundrisse, digitale Raumvermessung und Analyse-Werkzeuge für das Verhalten von Kaufinteressenten. Ziel der Anwendungen ist es, Vermarktungsprozesse effizienter zu gestalten. Co-Founder und CEO Florentino Trezek wertet die Auszeichnung als Anerkennung für die langjährige Entwicklungsarbeit des Teams und zugleich als Ansporn, die Digitalisierung der Immobilienvermarktung weiter voranzutreiben.
Zementverbrauch fällt auf historisches Tief
Die Baustoffindustrie schlägt Alarm. Der Zementverbrauch ist so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr und die Branche sieht den Wohnungsbau weiter unter Druck. Hoffnung macht nun das Sondervermögen des Bundes.
Nach Angaben des Bundesverbandes Baustoffe, Steine und Erden (BBS) liegt der Zementverbrauch in Deutschland rund 30 Prozent unter dem Niveau von 2020 und damit auf einem historischen Tief. Verbandspräsident Dominik von Achten spricht von einer Rezession, die nahezu alle Bereiche des Hoch- und Tiefbaus erfasst habe. Als Ursachen nennt der Verband das hohe Zinsniveau, gestiegene Baukosten sowie rückläufige Investitionen in Wohnungsbau, Infrastruktur sowie Industrie und Bürogebäude. Zwar nehmen die Baugenehmigungen wieder zu, bis daraus neue Projekte entstehen, werde jedoch Zeit vergehen. Impulse erwartet die Branche ab der zweiten Jahreshälfte durch die angekündigten Investitionen aus dem Sondervermögen des Bundes.
Hitzewelle treibt Strompreise auf Rekordniveau
Die Hitzewelle belastet Europas Stromversorgung erheblich. Vor allem in Deutschland schießen die Börsenstrompreise in die Höhe und machen strukturelle Schwächen des Energiesystems sichtbar. Die Folgen reichen über den Energiemarkt hinaus.
In mehreren europäischen Ländern kam es infolge der Hitzewelle zu Stromausfällen oder Einschränkungen bei der Stromerzeugung. In Deutschland stieg der Börsenstrompreis zeitweise auf 933 Euro pro Megawattstunde. Ursache sind laut Experten die hohe Nachfrage nach Kühlung, eine gleichzeitige Windflaute sowie eingeschränkte Kraftwerkskapazitäten. Energieökonom Andreas Löschel sieht darin vor allem ein Zeichen mangelnder Flexibilität des deutschen Stromsystems. Nach seiner Einschätzung könnten mehr Großspeicher, intelligente Stromzähler und die Einbindung privater Heimspeicher die Versorgung stabilisieren und Preisspitzen abfedern. Länder wie Spanien oder Norwegen zeigen laut dem Bericht, dass solche Lösungen bereits erfolgreich eingesetzt werden.
Grüne wollen Förderprogramm für Klimaanlagen
Die Grünen wollen Deutschland mit einem Sofortprogramm besser auf zunehmende Hitzewellen vorbereiten. Geplant sind Fördermittel für Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden sowie verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen für Städte und Kommunen.
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert ein bundesweites Abkühl-Sofortprogramm, um die Folgen extremer Hitze abzumildern. Im Mittelpunkt stehen Klimaanlagen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Schulen, möglichst kombiniert mit Solaranlagen. Dafür soll der Bund ein Förderprogramm auflegen, das nach Vorstellung der Grünen auch aus dem Sondervermögen finanziert werden könnte. Darüber hinaus setzt sich die Fraktion für mehr Stadtgrün, Fassadenbegrünung und verpflichtende Hitzeschutzpläne für Kommunen ein. Diese sollen unter anderem Informationen über kühle Aufenthaltsorte bereitstellen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen besser schützen.
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