08.07.2026
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Förderung für Heizungstausch soll deutlich sinken
Die Bundesregierung will die Förderung für klimafreundliche Heizungen neu ausrichten und dabei Milliarden einsparen. Für viele Eigentümer sollen die Zuschüsse sinken, während Haushalte mit niedrigen Einkommen zunächst stärker profitieren.
Nach einer Vorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestags plant die Bundesregierung, die Förderung für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen bis 2030 deutlich zu reduzieren. Ziel ist es, rund 2,1 Milliarden Euro einzusparen und die Zuschüsse stärker an sozialen Kriterien auszurichten. Für Haushalte mit einem Jahreseinkommen über 30.000 Euro sollen die maximalen Förderbeträge schrittweise sinken. Bei höheren Einkommen ab 40.000 Euro fallen die Kürzungen noch deutlicher aus. Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter 30.000 Euro sollen zunächst höhere Zuschüsse erhalten. Zusätzlich ist ein Kinderbonus geplant, der die Einkommensgrenze für die höchste Förderung bei Familien anhebt. Über die Pläne soll der Haushaltsausschuss des Bundestags beraten.
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Immobilienpreise bleiben stabil – Planungssicherheit für Käufer
Die Kaufpreise für Wohnimmobilien zeigen im Juni kaum Bewegung. Während die Dynamik am Markt nachlässt, sehen Marktbeobachter weiterhin stabile Rahmenbedingungen für Kaufentscheidungen.
Der Europace Hauspreisindex (EPX) ist im Juni gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert geblieben und bestätigt damit eine Seitwärtsbewegung bei Ein und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen. Im Jahresvergleich liegen die Preise weiterhin im Plus. Laut Europace sorgt vor allem der stabile Neubaumarkt für Orientierung und Planungssicherheit. Begleitende Auswertungen der Value AG zeigen ebenfalls eine nachlassende Preisdynamik. Trotz gestiegener Zinsen und geopolitischer Unsicherheiten bleiben die Wohnimmobilienpreise insgesamt robust. Gleichzeitig entwickeln sich die regionalen Märkte unterschiedlich. Während einige Städte weiter zulegen, verzeichnen andere Preisrückgänge. Die Angebotsmieten bleiben laut Value AG auf hohem Niveau und wachsen im Jahresvergleich weiterhin am stärksten.
Wohngeld: Jeder dritte Haushalt verliert Anspruch
Die Bundesregierung will das Wohngeld ab 2027 deutlich einschränken und Milliarden einsparen. Viele Haushalte sollen ihren Anspruch verlieren oder künftig geringere Zuschüsse erhalten.
Das Bundeskabinett hat eine Reform des Wohngelds beschlossen, die den Kreis der Anspruchsberechtigten verkleinern und die Leistungen reduzieren soll. Nach Angaben des Bundesbauministeriums wird rund ein Drittel der bisherigen Wohngeldhaushalte künftig keinen Anspruch mehr haben. Zudem soll die Heizkostenkomponente halbiert und die regelmäßige Anpassung des Wohngelds an Inflation und Mietentwicklung ausgesetzt werden. Haushalte mit sehr niedrigen Einkommen sollen stattdessen Leistungen der Grundsicherung erhalten. Mit der Reform will die Bundesregierung ab 2027 jährlich bis zu zwei Milliarden Euro einsparen. Das Gesetz muss noch vom Bundestag beschlossen werden und soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Kritiker warnen vor einer höheren finanziellen Belastung einkommensschwacher Haushalte und steigenden Kosten in der Grundsicherung.
Speicher ungewöhnlich leer: Wackelt die Gasversorgung im Winter?
Die deutschen Gasspeicher sind so leer wie seit der Energiekrise 2021/22 nicht mehr. Nach Einschätzung der Branche reichen die aktuellen Marktmechanismen nicht aus, um die Versorgung für den kommenden Winter zuverlässig abzusichern.
Zum 1. Juli 2026 waren die deutschen Gasspeicher nach Angaben der Initiative Energien Speichern e. V. (INES) im Durchschnitt nur zu 41 Prozent gefüllt. Zwar hält INES einen Füllstand von 76 Prozent bis zum 1. November grundsätzlich für erreichbar, entscheidend seien jedoch die Marktbedingungen. Vor allem hohe Erdgaspreise und fehlende wirtschaftliche Anreize erschwerten die Wiederbefüllung. Bei einem normalen oder milden Winter könnte die Versorgung mit einem Füllstand von 76 Prozent gesichert werden. Fällt der Winter jedoch außergewöhnlich kalt aus, rechnen die Modellberechnungen mit Versorgungsengpässen im Februar und März 2027. INES fordert deshalb bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, damit die Speicher vor Winterbeginn stärker befüllt werden.
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