30.04.2026
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Kabinett beschließt neue Regeln für Indexmieten und Möblierung
Das Bundeskabinett hat neue Vorschriften für Indexmieten sowie das möblierte Wohnen beschlossen, um die Umgehung der Mietpreisbremse zu verhindern. Die ursprünglichen Pläne für eine strikte Deckelung der Indexmieten wurden dabei jedoch deutlich abgeschwächt.
Bei Indexmieten in angespannten Märkten dürfen Steigerungen über drei Prozent künftig nur noch zur Hälfte weitergegeben werden. Für möblierte Wohnungen gibt es nun klare Vorgaben zur Berechnung des Möblierungszuschlags. Dieser orientiert sich am Zeitwert der Möbel und darf maximal ein Prozent pro Monat betragen. Kurzzeitmietverträge werden auf sechs bis maximal acht Monate begrenzt. Zudem wird die Schonfristzahlung auf ordentliche Kündigungen ausgeweitet. Damit können Mieter bei Nachzahlung der Rückstände eine Kündigung abwenden. Die Immobilienwirtschaft kritisiert die Maßnahmen scharf als Investitionshindernis. Das Gesetz muss nun noch den Bundestag passieren. Experten befürchten durch die neuen Regeln einen weiteren Rückgang des verfügbaren Wohnraums auf dem freien Mietmarkt.
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Frist für Heizungsgesetz verschoben
Die Bundesregierung verschiebt die Frist für das neue Heizungsgesetz in Großstädten. Damit greift das geplante Einbauverbot für neue Öl- und Gasheizungen nicht wie vorgesehen bereits ab Juli diesen Jahres.
Laut einer Kabinettsvorlage soll die Neuregelung stattdessen erst ab dem 1. November 2026 gelten. Grund für die Verzögerung ist der Streit innerhalb der Koalition. Vor allem beim Mieterschutz gibt es noch keine Einigung. Es ist unklar, wer die künftigen Extrakosten für fossile Brennstoffe tragen muss. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz soll das aktuelle Regelwerk ersetzen. Fossile Heizungen bleiben damit grundsätzlich erlaubt, sofern ab 2029 schrittweise grüne Brennstoffe beigemischt werden. Durch die Verschiebung hat die Regierung nun mehr Zeit für die Verabschiedung des Gesetzes gewonnen.
Iran-Krieg treibt Inflation: Teuerung um 2,9 Prozent
Der Iran-Krieg sorgt für einen massiven Preisschock bei Energie und treibt die Inflationsrate in Deutschland im April auf 2,9 Prozent. Besonders das Heizen und Tanken belasten die privaten Haushalte sowie die gesamte Wirtschaft derzeit extrem.
Innerhalb eines Jahres stiegen die Kosten für Haushaltsenergie und Kraftstoffe um über zehn Prozent. Experten der Commerzbank warnen bereits vor einer breiten Preiswelle bei weiteren Waren und Dienstleistungen. Auch Lebensmittel verteuern sich spürbar. Viele Menschen müssen sich im Alltag einschränken oder greifen auf Ersparnisse zurück. Die Bundesregierung plant ab Mai eine zweimonatige Steuersenkung auf Kraftstoffe zur Entlastung. Ökonomen bezweifeln jedoch eine nachhaltige Wirkung dieses Tankrabatts. Ob die Teuerung anhält, hängt maßgeblich von der Blockade wichtiger Handelswege im Nahen Osten ab. Führende Institute rechnen für das gesamte Jahr mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,8 Prozent.
Simulation: Was die Energiepreise für Immobilienwerte bedeuten
Die steigende Inflation beeinflusst massiv die Immobilienmärkte und zwingt Investoren sowie Makler dazu, ihre bisherigen Strategien bei der Bewertung von Sachwerten grundlegend zu überdenken. Besonders die Kombination aus hohen Zinsen und teuren Baukosten sorgt derzeit für eine angespannte Lage in der gesamten Branche.
Während Sachwerte traditionell als inflationssicher gelten, schmälern die aktuellen Finanzierungskosten die Renditechancen erheblich. Experten betonen, dass vor allem die Lage und die energetische Beschaffenheit der Objekte über den zukünftigen Werterhalt entscheiden. Gleichzeitig führen steigende Indexmieten zwar zu höheren Einnahmen, erhöhen aber auch das Ausfallrisiko auf Mieterseite. Die Branche blickt daher skeptisch auf die kommenden Monate und erwartet eine anhaltende Volatilität. Für professionelle Marktteilnehmer wird es nun entscheidend sein, Portfolios aktiv zu steuern und Preisrisiken frühzeitig abzusichern. Nur so lässt sich das Kapital in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld langfristig schützen.
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